Unsere Klasse

TVStud: ein exemplarischer Kampf gegen Prekarisierung

Am Samstag abend wollen wir von Klasse Gegen Klasse mit vielen derjenigen, die den Kampf unterstützen, und allen Interessierten über eine Zwischenbilanz und die weiteren Perspektiven des Kampfes diskutieren.

TVStud: ein exemplarischer Kampf gegen Prekarisierung

Seit Anfang des Jahres bren­nen die Berlin­er Unis wieder wie schon lange nicht mehr: Schon vier Mal streik­ten die stu­den­tis­chen Beschäftigten für einen neuen Tar­ifver­trag. Und sie sind noch lange nicht zufrieden. Näch­ste Streiks und Aktio­nen wer­den schon geplant.

Am Sam­stag abend wollen wir von Klasse Gegen Klasse mit vie­len der­jeni­gen, die den Kampf unter­stützen, und allen Inter­essierten über eine Zwis­chen­bi­lanz und die weit­eren Per­spek­tiv­en des Kampfes disku­tieren.

Denn der TVS­tud-Arbeit­skampf ist exem­plar­isch, und zwar aus mehreren Grün­den:

• Er ist ein Beispiel für die vie­len Kämpfe gegen Prekarisierung, die in den ver­gan­genen Jahren aus­ge­brochen sind. Dabei haben die Kolleg*innen auch kon­stant die Sol­i­dar­ität mit anderen Beschäftigten gesucht, die sich auch gegen die per­ma­nente Ver­schlechterung ihrer Lebens- und Arbeits­be­din­gun­gen wehren.
• Der Streik richtet sich auch gegen die Poli­tik des Berlin­er Sen­ats, der zum Einen mitver­ant­wortlich für die Haushalt­spoli­tik der Berlin­er Hochschulen und Uni­ver­sitäten ist, und zum Anderen nicht nur kein Rezept gegen steigende Mieten, Out­sourc­ing und Tar­if­flucht hat, son­dern diese oft­mals auch noch fördert.
• Der Streik wird so demokratisch geführt wie kaum ein ander­er Streik in Deutsch­land. Tägliche Streikver­samm­lun­gen entschei­den an vie­len Orten direkt über den Fort­gang des Streiks. Ein für alle offen­er Aktivenkreis koor­diniert die Streikak­tio­nen. Und es gibt Debat­ten um eine noch weit­ere Demokratisierung des Streiks, die das tra­di­tionelle Funk­tion­ieren gew­erkschaftlich­er Appa­rate her­aus­fordern.
• Ver­gan­gene Proteste an der Uni­ver­sität, wie die Bil­dungsstreiks ver­gan­gener Jahre, haben oft kaum mehr als mar­ginale Änderun­gen erzie­len und kaum länger­fristige Struk­ture­na auf­bauen kön­nen. Im TVS­tud-Kampf etablieren dutzende Aktive neue Struk­turen, die darauf abzie­len, die notorische Tren­nung zwis­chen den Sta­tus­grup­pen an der Uni­ver­sität aufzuheben und per­spek­tivisch eine neue Art der Organ­isierung an der Uni­ver­sität und darüber hin­aus ermöglichen kön­nten.

Wie kann der TVS­tud-Kampf gewon­nen wer­den? Wie kön­nen wir die poli­tis­che und gesamt­ge­sellschaftliche Dimen­sion dieses Kampfes weit­er aus­bauen, wie mehr Ver­bün­dete gewin­nen?

Wir wollen euch am Sam­stag ins Lai­ka ein­laden, um gemein­sam darüber zu disku­tieren – und ins­beson­dere, wie wir um diese The­men herum eine dynamis­che Gruppe an den Berlin­er Uni­ver­sitäten auf­bauen kön­nen.

Im Anschluss an die Diskus­sion wollen wir Filme aus dem Streik schauen, gemein­sam ein paar Bier trinken, kick­ern und den Abend ausklin­gen lassen.

TVS­tud: ein exem­plar­isch­er Kampf gegen Prekarisierung

Zwis­chen­bi­lanz und Per­spek­tiv­en von TVS­tud und Organ­isierung darüber hin­aus
Podi­um, Diskus­sion und Filme aus dem Streik
mit Yunuz Özgür, stu­den­tis­ch­er Beschäftigter an der FU Berlin und Mit­glied der Tar­ifkom­mis­sion
Wann? Sam­stag, 3. Feb­ru­ar, 18–20:30 Uhr
Wo? Lai­ka, Emser Str. 131, S+U Neukölln
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