Unsere Klasse

Streiken ist unser Recht!

Sem­i­nar für klassenkämpferische Gew­erkschaften | 10. Jan­u­ar, 14–21 Uhr, im Haus der Demokratie, Berlin

Streiken ist unser Recht!

// Sem­i­nar für klassenkämpferische Gew­erkschaften // 10. Jan­u­ar, 14–21 Uhr, im Haus der Demokratie, Berlin //

Streiks bei der Bahn, bei DHL, bei Ama­zon, bei Lufthansa… : In Deutsch­land wird wieder mehr gestreikt — gegen befris­tete Verträge, unsichere Arbeitsver­hält­nisse und niedrige Löhne. Auch wenn im inter­na­tionalen Ver­gle­ich noch wenig Streiks stat­tfind­en, gehen die Kap­i­tal­istIn­nen, die bürg­er­lichen Medi­en und die Regierung auf die Bar­rikaden und wollen am lieb­sten das Streikrecht in Deutsch­land noch weit­er ein­schränken.

Doch schon seit Jahren führen die Kap­i­tal­istIn­nen einen mas­siv­en “Klassenkampf von oben”. Diesen ken­nt man als “Hartz IV”, “Agen­da 2010” oder die bru­tal­en Spar­dik­tate für Südeu­ropa. Mit dem heute spür­baren Anti-Streik-Kli­ma, welch­es Regierung und Kap­i­tal­istIn­nen zu schüren ver­suchen, kündi­gen sich weit­ere Angriffe von oben an.

Hinzu kommt ein mas­sives gew­erkschafts­feindlich­es Kli­ma, wie man beim GDL-Streik oder beim Ama­zon-Streik sehen kann, aber auch bei Streiks wie dem Neu­pack-Streik in Ham­burg 2013 war die Het­ze gegen Gew­erkschaften ein zen­traler Bestandteil der Strate­gie der Bosse. Diesem Streik- und Organ­i­sa­tions-feindlichen Kli­ma set­zen die Gew­erkschaften in Deutsch­land jedoch häu­fig sehr wenig ent­ge­gen. Das führt dazu, dass der Deutsche Gew­erkschafts­bund trotz über sechs Mil­lio­nen Mit­gliedern zwar über große Appa­rate ver­fügt, aber kaum eine aktive Basis hat.

Was muss stattdessen geschehen, um dem Klassenkampf von oben, der sich mit Befris­tung, Prekarisierung und Streikver­bot durch­set­zt, einen Klassenkampf von unten ent­ge­gen­zuset­zen? Wie kön­nen die Kol­legIn­nen an der Basis organ­isiert wer­den, damit wir unsere Lebens- und Arbeits­be­din­gun­gen und unsere Organ­i­sa­tio­nen vertei­di­gen kön­nen?

Wir wollen kämpferische Gew­erkschaft­sak­tivistIn­nen aus ver­schiede­nen Sek­toren für einen Erfahrungsaus­tausch zusam­men­brin­gen. Wir wollen ver­schiedene poli­tis­che Fra­gen disku­tieren, um eine klassenkämpferische Bewe­gung an der Basis der Gew­erkschaften aufzubauen.

Dazu laden wir alle Arbei­t­erIn­nen sowie sol­i­darische Unter­stützerIn­nen ein. Die Teil­nahme ist kosten­los. Für Arbei­t­erIn­nen außer­halb von Berlin kön­nen Fahrtkosten erstat­tet wer­den.

Programm

14–19 Uhr Seminar:

  • Aus­tausch: Arbei­t­erIn­nen bericht­en von ihren Kämpfen
  • Was tun? Gegen Befris­tun­gen, Pre­karisierung und die Angriffe auf das Streikrecht
  • Unter­drück­te Kol­legIn­nen: Gegen Ras­sis­mus und Sex­is­mus im Betrieb und auch in der Gew­erkschaft

Gäste beim Seminar:

  • Arbei­t­erIn­nen von Ama­zon (Bad Hers­feld und Briese­lang)
  • Arbei­t­erIn­nen der Berlin­er Verkehrs­be­triebe (BVG, Berlin)
  • Arbei­t­erIn­nen der Deutschen Bahn (DB, Berlin)
  • Arbei­t­erIn­nen aus Ham­burg
  • Grupo de Acción Sindi­cal (GAS, Arbei­t­erIn­nen aus dem spanis­chen Staat, Berlin)
  • und weit­ere Kol­legIn­nen

19.30 Uhr Podiumsdiskussion: Streik ist unser Recht!

Mit GDL-Lok­führerIn­nen, rumänis­chen Bauar­bei­t­erIn­nen und Ama­zon-Beschäftigten.

Das Pro­gramm ist noch nicht voll­ständig, wir wer­den es in den kom­menden Wochen aktu­al­isieren.

Ort

Sa., 10. Jan­u­ar, 14–21 Uhr
im Haus der Demokratie
Greif­swalder Str. 4, Tram M4,
Hal­testelle „Am Friedrichshain“,
Berlin

[Auf Face­book]

Ver­anstal­tet von der Zeitschrift Klasse Gegen Klasse.

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