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[LIVE] Mehr als 2,2 Millionen Menschen nehmen am Referendum teil, 90 Prozent für die Unabhängigkeit

Alle Informationen live über das Referendum am 1. Oktober in Katalonien.

[LIVE] Mehr als 2,2 Millionen Menschen nehmen am Referendum teil, 90 Prozent für die Unabhängigkeit

08:45

Um 01:00 Uhr Nachts gab die kata­lanis­che Region­al­regierung die vor­läu­fi­gen Wahlergeb­nisse bekan­nt. Von den 5,3 Mil­lio­nen Wahlberechtigten nah­men 2.262.424 Mil­lio­nen Men­schen an der Abstim­mung teil, wobei 400 Wahllokale von der spanis­chen Polizei ges­per­rt oder geräumt wur­den. Regierungssprech­er Jor­di Turull geht deshalb von 770.000 Stim­men aus, die nicht aus­gezählt wer­den kon­nten, weshalb die reale Wahlbeteili­gung höher liegen kön­nte.

Von den 2,2 Mil­lio­nen Teilnehmer*innen haben ges­timmt:
— Ja: 2.020.144 (90,09 %)
— Nein: 176.565 (7,87 %)
— Kein Kreuz: 45.586 (2,03 %)
— Ungültig: 20.129 (0,89 %)

17:16

Noch mehr Bilder der Polizeire­pres­sion, aber auch des Wider­stands der Massen in Kat­alonien

15:57

Die Feuer­wehr vertei­digt die Wahllokale vor der Repres­sion der Regierung.

Die Feuer­wehrleute von Barcelona sol­i­darisieren sich bei ver­schiede­nen Wahllokalen mit den Tausenden Leuten, die seit den Mor­gen­stun­den die Abstim­mung vertei­di­gen.

Die Feuer­wehrleute, die auch von Kolleg*innen aus dem Basken­land unter­stützt wer­den, sind auf dem Weg zur Schule Tor­rent d’en Melis im Vier­tel Guinardó von Barcelona, um die Abstim­mung weit­er zu garantieren. Sie wur­den von ein­er großen Men­schen­menge emp­fan­gen, die Schlange ste­ht, um abzus­tim­men, und “votarem, votarem” rief.

Nach dem bish­eri­gen Repres­si­vaufge­bot der Polizei in der gesamten Stadt, mit dem Ziel, auf bru­tale Weise alle Wahllokale zu schließen und das Ref­er­en­dum zu spren­gen, wird erwartet, dass die Nation­alpolizei in Kürze auch zu der Schule kommt, um sie zu räu­men.

15:29

Due Abstim­mung geht weit­er… Und auch die Repres­sion

Das Bild ein­er Frau mit ein­er bluti­gen Kopfwunde, die ger­ade abges­timmt hat­te, war auf den Haupt­seit­en der Welt­presse zu sehen.

Während­dessen geht die Repres­sion sowohl von Nation­alpolizei als auch von Guardia Civ­il weit­er.

14:53

Die bru­tale Repres­sion in Kat­alonien auf den Haupt­seit­en der Welt­presse

14:28

Die Repres­sion des Regimes gegen das Recht auf Selb­st­bes­tim­mung geht weit­er.

Sal­vador Lou von la Cor­ri­ente Rev­olu­cionar­ia de Tra­ba­jadores y Tra­ba­jado­ras uns IzquierdaDiario.es spricht aus der Schule Tor­rent d’en Melis.

https://web.facebook.com/IzquierdaDiarioEs/videos/1781543198821864/

14:03

Feuer­wehr schließt sich dem Wider­stand der Schule Tor­rent d’en Melis in Hor­ta-Guinardó (Barcelona) an.

13:30

Demonstrant*innen leis­ten Wider­stand gegen die polizeiliche Räu­mung in einem Wahllokal

Die Demonstrant*innen, die sich vor dem Wahllokal in Mas Casanovas ver­sam­melt haben, haben Wider­stand gegen den Räu­mungsver­such der Nation­alpolizei geleis­tet und es schließlich geschafft, dass die Polizei sich zurückzieht.

Live von unseren Korrespondent*innen von IzquierdaDiario.es:

13:00

VIDEO: Polizei ver­hin­dert den Ein­tritt in die Schule in Roquetes (Tar­rag­o­na)

11:40

In vie­len Schulen wird trotz­dem abges­timmt, trotz der staatlichen Repres­sion

73 Prozent der Wahllokale in Kat­alonien sind zur Abstim­mung geöffnet, lauf offiziellen Quellen der kata­lanis­chen Behör­den.

Seit den ersten Mor­gen­stun­den zeigte die Sit­u­a­tion in Kat­alonien eine Mis­chung aus Repres­sion und Wider­stand in vie­len Wahllokalen. Trotz des Befehls der Zen­tral­regierung an die Mossos, die Nation­alpolizei und die Guardia Civ­il, die Durch­führung des Ref­er­en­dums zu ver­hin­dern, kann in diesen Augen­blick­en in vie­len Wahllokalen abges­timmt wer­den.

Vertreter*innen der Gen­er­al­i­tat haben in ver­schiede­nen Wahllokalen Kat­aloniens gewählt: Artur Mas und seine Frau Hele­na Rakos­nic in der Schule Infant Jesús, Car­les Puigde­mont in Cor­nel­la de Ter­ri, und Berater*innen der Gen­er­al­i­tat wie Dolors Bas­sa, Arbeitsmin­is­terin, oder Raul Rome­va.

10:57

Die Nation­alpolizei schießt mit Gum­migeschossen, die in Kat­alonien ver­boten sind

Bei den Polizeian­grif­f­en an diesem Mor­gen wur­den auch von der Polizei Gum­migeschosse ver­schossen, die in Kat­alonien seit 2014 ver­boten sind.

Um 10:15 Uhr begann die Nation­alpolizei, Gum­migeschosse gegen Demonstrant*innen in der Nähe der Ramon Llull-Schule in Barcelona zu ver­schießen.

Korrespondent*innen von IzquierdaDiario.es haben live von diesen Angrif­f­en berichtet und den Moment der Schüsse, der Ver­let­zten aufgenom­men und doku­men­tiert, dass diese Gum­migeschosse existieren.

Diese Gum­migeschosse sind in Kat­alonien seit 2014 ver­boten, nach der harten Repres­sion, die Ester Quin­tana während eines Gen­er­al­streiks ein Auge kostete.

In diesem Fall nutzen die Guardia Civ­il und die Nation­alpolizei die Geschosse gegen die Demonstrant*innen, die eine Schule umringten, um abstim­men zu kön­nen.

Diese krassen Ereignisse, sowie die dutzen­den repres­siv­en Aktio­nen in der ganzen Stadt Barcelona, zeigen klar den repres­siv­en Charak­ter des Regimes von ’78, das das Recht auf Selb­st­bes­tim­mung mit Schlagstöck­en und Polizeian­grif­f­en.

10:24

LIVE von der Ramon Llull-Schule in Barcelona: Repres­sion und Wider­stand der Demonstrant*innen

Die Nation­alpolizei ist weit­er­hin auf den Straßen Barcelonas und beschlagnahmt Urnen und unter­drückt Demonstrant*innen, die das zu ver­hin­dern ver­suchen.

10:18

Polizeian­griffe, Ver­let­zte und Wider­stand in Kat­alonien

Um 9 Uhr begann die Repres­sion durch die Nation­alpolizei und die Guardia Civ­il, um Schulen zu räu­men, Urnen zu beschlagnah­men und das Ref­er­en­dum zu ver­hin­dern.

Vom mor­gen an begann in der Stadt Barcelona und anderen Orten Kat­aloniens ein großer Repres­sion­sein­satz durch die Polizeikräfte, die aus dem gesamten Spanis­chen Staat geschickt wur­den, um das kata­lanis­che Ref­er­en­dum zu zer­schla­gen.

Die Bilder sind unglaublich: alte Frauen geschla­gen, Kinder und Jugendliche von der Polizei weggez­er­rt, hun­derte Riot-Polizist*innen, die Urnen beschlagnah­men und Nachbar*innen angreifen, die friedlich Wider­stand leis­ten.

Die 17.000 Kräfte der Guardia Civ­il und der Nation­alpolizei, die seit ein­er Woche im Hafen Barcelonas ver­sam­melt sind, haben begonnen einzu­greifen. Der Befehl ist klar: mit Gewalt zu ver­hin­dern, dass gewählt wer­den kann.

9:46

[LIVE] Ramon Llull — Schule in Barcelona: Die Nation­alpolizei ver­sucht die Urnen wegzunehmen.

9:39

Die “Demokratie” des Regimes von 78 in Aktion

Harte polizeiliche Angriffe in ver­schiede­nen Wahllokalen, um das kata­lanis­che Ref­er­en­dum zu ver­hin­dern. Trotz des friedlichen Wider­stands der Demonstrant*innen gibt es dutzende Ver­let­zte.

9:28

Die Nation­alpolizei und die Guardia Civ­il greifen Demonstrant*innen an und beschlagnah­men Urnen im #Ref­er­en­dum­Cata­lan.

9:16

Repres­sion der Polizei und der Guardia Civ­il und Ent­führung der Urnen, während die Abstim­mung begin­nt.

Die Guardia Civ­il begin­nt in Sant Julia de Ramis zu inter­ve­nieren, wo Car­les Puigde­mont wählen sollte, und nimmt die Urnen mit.

Ein­satzkräfte der Nation­alpolizei beschlagnah­men Urnen bei ver­schiede­nen Wahllokalen.

8:52

Die Repres­sion der Nation­alpolizei begin­nt, um das Ref­er­en­dum in Kat­alonien zu ver­hin­dern

Die Nation­alpolizei begin­nt ihren Ein­satz, um die Wahllokale zu räu­men, die beset­zt sind.

Die ersten lan­gen Schlangen bilden sich vor den Wahllokalen, um ab 9 Uhr abzus­tim­men.

8:47

Erste Erk­lärun­gen der kata­lanis­chen Regierung

Gegen acht Uhr gaben der Sprech­er der kata­lanis­chen Regierung, Jor­di Tur­rul, und Raul Rome­va, Min­is­ter für Auswär­tige Beziehun­gen in der kata­lanis­chen Regierung, eine Pressekon­ferenz.

Nach­dem er die Maß­nah­men kri­tisiert hat, die der Zen­tral­staat zur Ver­hin­derung des Ref­er­en­dums durchge­führt hat, kündigte er an, dass die heutige Abstim­mung mit einem uni­versellen Zen­sus stat­tfind­en wird.

Das bedeutet, dass diejeni­gen Per­so­n­en, deren Wahllokale geschlossen sind, ihre Stim­men in jedem anderen offe­nen Wahllokal abgeben kön­nen. Er sagte: “Wer wählen will, kann wählen.”

Von Seit­en der Regierung wurde ver­sichert, dass keine Stim­mzettel fehlen wer­den. Den­noch kann es sein, dass Umschläge für die Wahlzettel fehlen, weshalb er ankündigte, dass man auch ohne Umschlag wählen kann.

Schließlich wurde angekündigt, dass eine Kom­mis­sion von Akademiker*innen und Pro­fes­sionellen gebildet wurde, die die Entwick­lung des Wahlt­ages ver­fol­gen wer­den.

8:26

Immer mehr Urnen kom­men in den Wahllokalen an, unter “Votarem”-Rufen.

8:13
Funktionär*innen der kata­lanis­chen Behör­den kom­men an, um die Wahlur­nen in die Lokale zu brin­gen. Sie wer­den mit dem Ruf “Votarem” (Wir wer­den abstim­men) emp­fan­gen.

7:59

Tausende Men­schen vor den Toren der kata­lanis­chen Schulen, um das Ref­er­en­dum zu vertei­di­gen

Seit fünf Uhr mor­gens find­en Ver­samm­lun­gen vor den Toren der Wahllokale statt, um zu garantieren, dass die Abstim­mung stat­tfind­en kann.

Kurz vor dem Mor­gen­grauen gab es ein Kli­ma der Span­nung vor mehr als 1000 kata­lanis­chen Schulen, die seit Fre­itag von Eltern, Lehrer*innen, Schüler*innen und Nachbar*innen beset­zt sind. Die Weck­er klin­gel­ten schon gegen 4:30 Uhr, aber viele waren schon wach, da sie kein Auge zukriegen kon­nten, im Gedanken an den heuti­gen Tag.

Um fünf Uhr früh­stück­ten sie schon und warteten auf ihre Nachbar*innen, die sie unter­stützen wür­den. Und sie kamen, mit hun­derten vor jedes Wahllokal, und bilde­ten men­schliche Schilde, damit gewählt wer­den kann. In den sozialen Net­zw­erken sind schon die ersten Fotos aufge­taucht, von Schulen in ver­schiede­nen Teilen Barcelonas und anderen Orten.

7:13

Immer mehr Men­schen sind vor den Wahllokalen, wo immer mehr Wahl­ma­te­ri­alien ankom­men. Live aus Tor­rents d’en Melis:

6:51

Laut der Plat­tform Escoles Obertes sind zum jet­zi­gen Moment 1.134 Wahllokale (von 2.315) beset­zt, um ihre Schließung zu ver­hin­dern.

6:28

Die ersten Urnen wer­den in einige Wahllokale gebracht.

6:10

Immer noch kom­men Men­schen zu den Wahllokalen, um das Recht auf Selb­st­bes­tim­mung zu garantieren.

5:50

5:45

Immer mehr Per­so­n­en kom­men zu den Toren der Schulen, um das Stat­tfind­en des Ref­er­en­dums zu ermöglichen.

5:10

San­ti­a­go Lupe berichtet vom Beginn des Wahlt­ages in der Schule Tor­rent d’en Melis

5:00

Die ersten Bewe­gun­gen find­en schon im Hafen Barcelonas statt, mit denen die Nation­alpolizei und die Guardia Civ­il aus­rück­en.

Auch die Ver­samm­lun­gen vor den Wahllokalen begin­nen. Zu den Per­so­n­en, die schon in den Zen­tren über­nachtet haben, kom­men hun­derte Per­so­n­en vor den Türen, um die Schließung der Lokale zu ver­hin­dern.

Um acht Uhr wird die Gen­er­al­i­tat eine Pressekon­ferenz ver­anstal­ten.

Referendum in Katalonien

Mehr als fünf Mil­lio­nen Katalan*innen sind an diesem Son­ntag zur Abstim­mung in einem Ref­er­en­dum zur Selb­st­bes­tim­mung aufgerufen, das die kata­lanis­che Regierung (“Gen­er­al­i­tat”) organ­isiert hat. Ein mas­sives Aufge­bot staatlich­er Repres­sivkräfte, mit tausenden Beamt*innen der Mil­itär­polizei Guardia Civ­il, der Nation­alpolizei und der kata­lanis­chen Polizei Mossos d’Esquadra soll das Ref­er­en­dum ver­hin­dern.

Seit Fre­itag sind hun­derte Wahllokale, darunter Schulen, Bürger*innenzentren und Hotels, von Lehrer*innen, Schüler*innen, Eltern und Nachbar*innen beset­zt.

Die Plat­tform Escoles Obertes (“offene Schulen”) ruft dazu auf, sich ab fünf Uhr vor den Wahllokalen zu ver­sam­meln, um die Schließung der Wahllokale zu ver­hin­dern, wie es das Ober­ste Gericht Kat­aloniens verord­net hat­te.

Die Guardia Civ­il hat am Sam­stag vor­mit­tag die Kon­trolle über das kata­lanis­che Kom­mu­nika­tion­szen­trum über­nom­men, um zu ver­hin­dern, dass die Stim­menab­gabe und ‑auszäh­lung elek­tro­n­isch erfol­gen kann.

Am Sam­stag hat­te die Kata­lanis­che Nation­alver­samm­lung (ANC) geschätzt, dass eine Mil­lion abgegeben­er Stim­men schon ein Erfolg des Ref­er­en­dums wäre, angesichts der Hand­lun­gen des Zen­tral­staats und der Gerichte. Das wäre allerd­ings weniger als die Hälfte der Teil­nehmenden am Ref­er­en­dum vom 9. Novem­ber 2014.

Es wird erwartet, dass die Mossos d’Esquadra schon vor sechs Uhr mit einem Räu­mungs­be­fehl vor alle Schulen Kat­aloniens rück­en wird.

Die kata­lanis­che Regierung hat das Ziel, dass ab neun Uhr 2.315 Wahllokale eröffnet wer­den. Das Kli­ma ist geprägt von höch­ster sozialer und poli­tis­ch­er Anspan­nung, wo die kata­lanis­che Bevölkerung mit der vollen Härte des staatlichen Repres­sion­sap­pa­rats kon­fron­tiert sein wird, um ihr Recht auf Selb­st­bes­tim­mung zu ver­hin­dern.

Minütliche Aktu­al­isierung der Ereignisse des heuti­gen Son­ntags gibt es bei uns und auf unser­er spanis­chen Schwest­er­seite IzquierdaDiario.es.

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