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Hunderte Gewerkschafter:innen solidarisieren sich mit Leonie Lieb gegen Abmahnung

Mehr als 600 Menschen, ein Großteil davon Gewerkschafter:innen aus dem öffentlichen Dienst, solidarisieren sich mit der Hebamme Leonie Lieb, die für ihr Engagement für den Erhalt ihres Kreißsaals abgemahnt wurde.

Hunderte Gewerkschafter:innen solidarisieren sich mit Leonie Lieb gegen Abmahnung
Foto: Ricarda Julia, KgK

„Wir verstehen die Abmahnung von Leonie als Einschüchterungsversuch gegen das Engagement für den Erhalt der Geburtshilfeabteilung. Wir fordern die Klinikleitung deshalb dazu auf, die Abmahnung zurückzunehmen.“ Diese Forderung erhebt eine Petition, die mittlerweile von über 600 Personen unterzeichnet wurde. Unter ihnen befinden sich die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi, die bei einer Streikkundgebung des öffentlichen Dienstes mit ihrer Unterschrift ihre Unterstützung ausdrückte. Dort unterschrieben auch Ates Gürpinar, Bundestagsmitglied für die Partei DIE LINKE und Seija Knorr-Köning, SPD-Direktkandidatin und Krankenpflegerin aus München. Am Rande einer Veranstaltung über den Kreißsaal-Kampf unterschrieb auch Stefan Jagl, Fraktionsvorsitzender für DIE LINKE/Die PARTEI im Münchner Stadtrat.

Bei den Streiks im öffentlichen Dienst solidarisierten sich auch hunderte weitere Kolleg:innen. Unterstützung kam vor allem aus den Münchner Krankenhäusern, den Stadtwerken, der Deutschen Bahn, sozialen Berufen und der Berliner Krankenhausbewegung. Mit ihrer Solidarität drücken sie eines der ureigensten Anliegen der Gewerkschaftsbwegung aus: Angriffe der Unternehmen auf einzelne Beschäftigte mit einer gemeinsamen Reaktion der Arbeiter:innen zu beantworten. Es ist nun wichtig, dass sich ver.di München und die zuständigen Strukturen für den Krankenhausbereich öffentlich zur Unterstützung von Leonie Lieb äußern,die Solidarität aller Beschäftigten an den Münchner Krankenhäusern und von weiteren Gewerkschaftsgliederungen organisieren. Auch SPD und Grüne, die das Solidaritätskomitee für den Erhalt des Kreißsaals unterstützen, müssen sich gegen die Abmahnung positionieren. Dieser Druck ist notwendig, damit die Klinikleitung die Abmahnung zurückzunimmt und von Versuchen ablässt, Engagement zum Erhalt des Kreißsaals einzuschüchertern.

Folgend präsentieren wir eine Auswahl an Unterschriften:

Yasmin Fahimi, DGB-Vorsitzende, IGBCE

Ates Gürpinar, MdB, die LINKE, ver.di / GEW

Stefan Jagl, Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE/Die PARTEI im Münchner Stadtrat, ver.di

Silvia Habekost, Vivantes Berlin, ver.di

René Arnsburg, Landesbezirksvorstand Berlin-Brandenburg, ver.di

Seija Knorr-Köning, Barmherzige Brüder, ver.di

Lisa Sternberg, München Klinik Harlaching, ver.di

Charlotte Gestrich, München Klinik Neuperlach, ver.di

Katharina Wimmer, München Klinik Neuperlach, ver.di

Chiara Fürmann, Klinikum Harlaching

Rojhat Altuntas, FAKS Giesing, GEW

Yunus Aktas, Vivantes Neukölln Azubi, ver.di

Anika Rzepka, Vivantes Service Gesellschaft

Inés Heider, Kepler-Schule Berlin-Neukölln, GEW

Angelika Teweleit, Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften (VKG), ver.di

Helga Schmid, ver.di-Bezirksvorstand – München

Katharina Wagner, ver.di, Bezirksfrauenrat München

Mag Wompel, LabourNet Germany, ver.di

 

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