Unsere Klasse

Erklärung: Solidarität mit dem CFM-Streik!

Die Kampagne gegen Outsourcing und Befristung in Berlin, an der sich auch ver.di aktiv, Brot und Rosen und organize:strike beteiligen, hat die folgende Solidaritätserklärung veröffentlicht.

Erklärung: Solidarität mit dem CFM-Streik!

Wir, die Kam­pagne gegen Out­sourc­ing und Befris­tung, beste­hend aus gew­erkschaftlichen und poli­tis­chen Grup­pen und Kolleg*innen aus betrof­fe­nen Betrieben, erk­lären uns sol­i­darisch mit dem andauern­den Arbeit­skampf bei der Char­ité Facil­i­ty Man­age­ment GmbH (CFM).

In der aktuellen Coro­na-Krise trifft ger­ade ein neuar­tiges Virus auf ein kaputtges­partes Gesund­heitssys­tem. Eine Sit­u­a­tion in der erneut deut­lich wird, wie wichtig die Arbeit von Ser­vice-Kräften am Kranken­haus ist. Eigentlich ein Grund, spätestens jet­zt ihre Forderung nach gle­ich­er Bezahlung durch TVöD zu erfüllen! Doch die Gesund­heitsver­sorgung wird seit Jahrzehn­ten immer größerem Druck zur Kostensenkung und zur Pri­vatisierung unter­wor­fen. Dadurch lei­det die Qual­ität und eine schlechtere Ver­sorgung von Patient*innen wird in Kauf genom­men.

Auch die Aus­lagerung der CFM vor 14 Jahren diente dem Ziel der Lohn­drück­erei und der Prof­it­max­imierung: Tausende Arbeit­splätze außer­halb des TVöD wur­den geschaf­fen und 49% des Unternehmens wur­den an ein pri­vates Kon­sor­tium verkauft. Die Pri­vatisierung ist zwar dank des Wider­stands der Beschäftigten been­det wor­den aber Niedriglöhne beste­hen weit­er, um auf ihrem Rück­en zu sparen. Trotz immer neuer Lip­pen­beken­nt­nisse kommt der Sen­at aus SPD, Linkspartei und Grü­nen sein­er Ver­ant­wor­tung in dieser Sache nicht nach.

Der Kampf um gle­ich­es Geld für gle­ich­w­er­tige Arbeit ist also weit­er notwendig – und damit auch der von den Kolleg*innen in ver.di organ­isierte Streik! Er dient nicht nur ihren Inter­essen, son­dern den Inter­essen aller Berliner*innen, die auf eine gute Ver­sorgung in öffentlichen Kranken­häusern angewiesen sind.

In den ver­gan­genen Jahren gab es erfol­gre­iche Kämpfe gegen Out­sourc­ing in Berlin, unter anderem beim Botanis­chen Garten, dem Tech­nikmu­se­um und dem CPPZ der Char­ité. Dort hat sich immer wieder gezeigt: Erst wenn gestreikt wird, bewegt sich wirk­lich etwas. Deshalb ist es wichtig, dass die Kolleg*innen selb­st darüber entschei­den, wann und wie sie dieses Mit­tel ein­set­zen. Nicht nur mit formellen Abstim­mungen son­dern durch offene Diskus­sio­nen in Streikver­samm­lun­gen, bei denen gemein­sam Entschei­dun­gen getrof­fen wer­den.

Wir erk­lären uns sol­i­darisch mit diesem gew­erkschaftlichen Kampf beim größten öffentlichen Tochterun­ternehmen Berlins und wollen ihn mit allen uns zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­teln unter­stützen, sowohl an Streik­ta­gen, als auch zu allen anderen Gele­gen­heit­en. In diesem Sinne haben wir am 3. März ein Sol­i­dar­ität­szelt vor dem Vir­chow-Klinikum errichtet, um Patient*innen und Öffentlichkeit über den Streik zu informieren. Zum 8. März haben wir als Kam­pagne einen Block gegen Out­sourc­ing und Befris­tung mit ins­ge­samt 150 Teilnehmer*innen organ­isiert und dort für die Unter­stützung der CFM-Belegschaft gewor­ben.

Unter­stützt den Arbeit­skampf der CFM-Kolleg*innen für gle­ichen Lohn und men­schen­würdi­ge Arbeits­be­din­gun­gen!
Schluss mit dem Zweik­lassen­sys­tem!
TVöD für alle!

Kam­pagne gegen Out­sourc­ing und Befris­tung, 11. März 2020

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