Frauen und LGBTI*

Die Arbeit in der Pflege hat mehr Anerkennung verdient: Rede zum Weltfrauentag

Wir dokumentieren die Rede von Lisa Sternberg, Arbeiterin an einem Münchner Krankenhaus, zum 8. März, dem Weltfrauentag.

Die Arbeit in der Pflege hat mehr Anerkennung verdient: Rede zum Weltfrauentag

Mein Name ist Lisa Sternberg und ich arbeite als Gesundheits- und Krankenpflegerin und bin Mitglied der marxistischen Jugend.

Feminismus und Antirassismus gehören zusammen

Rechte wie AfD, Pegida & Co nutzen willkürlich ausgesuchte Fälle von Gewalt gegen Frauen, um ihre rassistischen und islamfeindlichen Thesen im öffentlichen Diskurs zu verbreiten. Sie wollen uns weismachen, dass Gewalt gegen Frauen aus anderen Kulturen importiert wird und hier sonst nicht geben würde. Doch wir wissen es besser! Physische, psychische und sexualisierte Gewalt gegen Frauen finden in Deutschland tagtäglich statt, sowohl auf individueller als auch auf struktureller Ebene. Frauen werden hierzulande täglich unterdrückt, belästigt, erniedrigt, vergewaltigt und ermordet, meist von Familienangehörigen oder (Ex-)Partnern.

Mein Beruf gilt immer noch als „Frauenberuf“. Der Frauenanteil ist sehr hoch. Mein Gehalt reicht nicht aus, um alleine eine stabile Existenz gründen zu können, vor allem mit Kindern. Somit bleibt ein Abhängigkeitsverhältnis zum Mann, der noch immer 7 Prozent mehr Lohn erhält bei gleicher Position und Arbeitszeit. Diese Form der Unterdrückung und Ausbeutung muss aufhören!
Frauen übernehmen neben der Lohnarbeit immer noch den Großteil unbezahlter Tätigkeiten wie Hausarbeit, Kindererziehung und Pflege von Angehörigen.

So auch in meinem Job. Die harte körperliche Arbeit, das Drei-Schicht-System und die psychische Belastung haben mehr Anerkennung verdient. Besonders bei Frauen, die nach der Schicht und vor der Schicht diese unbezahlten Tätigkeiten übernehmen müssen.
Es ist die Hauptaufgabe der Linken, Gewerkschaften und feministischen Organisationen, gemeinsam gegen Rechtsruck und Prekarisierung zu kämpfen. Die Arbeiter*innen in der Pflege zum Beispiel zu unterstützen. Gegen Kürzungen des Pharma-Lobbyisten Jens Span als Gesundheitsminister und für mehr Personal, aber auch gegen Hartz IV zu kämpfen. Für die Abschaffung aller Frauen und LGBTI* feindlicher Gesetze. Gemeinsam am 17.März gegen Pegida in München zu mobilisieren. Und Ende Juni gegen den AfD-Parteitag in Augsburg.

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