Streik statt Stahlhelm: Wie die Jugend gegen Aufrüstung und Wehrpflicht kämpfen kann
08.10.2026 12:00
Semesterstart
GalileA in der Rost- und Silberlaube der FU, Otto-von-Simson-Str. 26, 14195 Berlin
Während uns in unseren maroden Schulen und Universitäten wortwörtlich die Decke auf den Kopf fällt, fließen Hunderte Milliarden Euro in die Aufrüstung der Bundeswehr. Friedrich Merz und Kriegsminister Pistorius möchten eine kriegstüchtige Jugend, die den Kopf herhalten soll für Militärinterventionen und Kriege auf der ganzen Welt, um die Interessen deutscher Konzerne durchzusetzen. Die Wiedereinführung der Wehrpflicht ist erst der Anfang. Und Deutschland ist kein Einzelfall: Von Warschau bis Paris wird aufgerüstet, was das Zeug hält.
Aber wir machen nicht mit. Mit den Schulstreiks gegen die Wehrpflicht hat sich in Deutschland eine bisher europaweit einzigartige Protestbewegung gegen die Militarisierung formiert. Schon mehrmals sind Zehntausende Schüler:innen in ganz Deutschland auf die Straße gegangen, um klarzumachen, dass sie für die Kriegspläne von Klingbeil und Merz nicht zur Verfügung stehen. Doch während Schüler:innen den Widerstand tragen, haben Studierende bisher eine viel zu kleine Rolle gespielt. Ein paar von uns waren bei den Schulstreiks dabei, aber an den Unis selbst ist von diesem Kampf kaum etwas zu spüren. Das muss sich ändern.
Deshalb wollen wir bei dieser Veranstaltung klären: Wie tragen wir den Kampf gegen die Wehrpflicht endlich an die Unis? Was können wir als Studierende konkret tun, um die Schulstreiks wirklich zu unterstützen, statt nur zuzuschauen? Welche Rolle spielt die Uni eigentlich bei der Aufrüstung? Und wie hängt dieser Kampf mit anderen Themen zusammen, die uns ebenso betreffen, wie Mieten, Bildung und Sozialabbau?
Über diese Fragen wollen wir gemeinsam diskutieren, um einen gemeinsamen Plan für den nächsten Schulstreik aufzustellen und den weiteren Kampf gegen die Militarisierung an der FU vorzubereiten.