Die revolutionäre Geschichte der FU
15.10.2026 16:00
Campus Rundgang
Vor dem Harnack-Haus, Ihnestraße 16-20, 14195 Berlin
Die Uni-Leitung würde uns gern erzählen, dass Protest an der FU Geschichte ist. Von wegen. Die Freie Universität Berlin ist seit über 75 Jahren immer wieder Zentrum des Widerstands: von der 68er-Bewegung über Studierendenstreiks und Arbeitskämpfen bis zu den jüngsten Protestcamps für Palästina. Mitten im ruhigen Dahlem, umgeben von Villen, wurden Hörsäle gekapert, Institute besetzt und der Uni-Alltag auf den Kopf gestellt. Diese Geschichte liegt nicht im Archiv, sondern auf dem Weg zur nächsten Vorlesung.
Zum Auftakt des Wintersemesters führt uns deshalb der Historiker Nathaniel Flakin, Stadtführer bei Revolutionary Berlin, durch die Geschichte der FU. Beim Campus-Rundgang behandeln wir alles von der Gründung der FU im Jahr 1948 über die 68er und Rudi Dutschke bis zum Bildungsstreik 2009/10 und werfen einen Blick auf die Proteste und Besetzungen gegen den Genozid in Gaza und die israelische Besatzung der letzten Jahre.
Gründe weiterzukämpfen, gibt es heute schließlich genug: Die Uni-Budgets werden gerade historisch zusammengestrichen, Gebäude sollen privatisiert werden, Dutzende Anzeigen laufen gegen Studierende, die sich auf ihrem eigenen Campus für Palästina einsetzten, und ein neues Ordnungsrecht bedroht nun alle politisch Aktiven. Genau deshalb lassen wir die Widerstandstradition an der FU nicht verstauben. Kommt mit zu den Orten, an denen früher schon besetzt und gestreikt wurde, und lasst uns aus der Geschichte lernen, was es für die Kämpfe von heute braucht.
Eine Anmeldung ist nicht nötig. Eine Spende von 5 Euro ist erwünscht, aber nicht erforderlich.