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Brutales Attentat in Barcelona: Ihre Kriege, unsere Toten

Viele warnten davor, dass ein solches Attentat stattfinden könnten. Im Rahmen anderer ähnlicher Attacken in Europa wie in Nizza und London war Barcelona am gestrigen Nachmittag Tatort eines terroristischen Attentats, das die gesamte Bevölkerung bewegt. Erklärung der Revolutionären Arbeiter*innenströmung (CRT) aus dem Spanischen Staat.

Brutales Attentat in Barcelona: Ihre Kriege, unsere Toten

Ein Last­wa­gen hat auf der Einkauf­sstraße “Las Ram­blas” in Barcelona dutzende Per­so­n­en über­fahren. Das Fahrzeug fuhr 600 Meter im Zick­za­ck über den Boule­vard, mit dem tragis­chen Ergeb­nis von 13 Toten und mehr als 80 Ver­let­zten, davon min­destens 15 Schw­erver­let­zten.

Infor­ma­tio­nen sind zer­streut und haben sich während des gestri­gen Abends – nicht ohne Wider­sprüche – tröpfchen­weise ver­bre­it­et, während die Zahl der Toten und Ver­let­zten anstieg. Der Islamis­che Staat hat sich durch die Nachricht­e­na­gen­tur AMAQ zu dem Atten­tat bekan­nt. Eine neue Attacke dieser reak­tionären Organ­i­sa­tion, die die Zivil­bevölkerung in ver­schiede­nen Län­dern der Welt mas­sakri­ert.

Als CRT drück­en wir unsere ener­gis­chste Verurteilung dieses schreck­lichen Atten­tats aus, genau­so wie unsere Sol­i­dar­ität mit den Opfern und dem Schmerz ihrer Ange­höri­gen.

Genau­so drück­en wir unsere Ablehnung gegen das Mas­sak­er an der Zivil­bevölkerung in anderen Orten der Welt aus, häu­fig durchge­führt durch impe­ri­al­is­tis­che Armeen.

Gegen die Heuchelei der impe­ri­al­is­tis­chen Regierun­gen sagen wir klar, dass wir nicht an Tote “erster Klasse” und Tote “zweit­er Klasse” glauben.

Aktuell find­et in Barcelona eine nie dagewe­sene Polizei­op­er­a­tion statt, wo Kräfte aus ganz Kat­alonien mobil­isiert wur­den. Barcelona wurde durch Kon­trollen voll­ständig abgeriegelt. Diese Sit­u­a­tion wird von ver­schiede­nen Sek­toren und Regierun­gen genutzt wer­den, um die Strafge­set­zge­bung zu ver­schär­fen und noch weit­er indi­vidu­elle und kollek­tive Frei­heit­en einzuschränken, beson­ders gegen die ara­bis­chstäm­mige Bevölkerung und Immigrant*innen, indem Islam­o­pho­bie und Ras­sis­mus geschürt wer­den.

Man kann schon die reak­tionären Stim­men hören, die die Repres­sion ver­stärken, die Gren­zen schließen und die demokratis­chen Frei­heit­en noch mehr beschnei­den wollen.

Die Bar­barei, die europäis­che und US-amerikanis­che Regierun­gen, Armeen und Großkonz­erne in den ver­gan­genen Jahrzehn­ten in der hal­ben Welt ver­anstal­tet haben, beson­ders in Afri­ka und dem Nahen Osten, schlug nun in das Herz von Barcelona. Das ist die einzige wirk­liche und tief­gründi­ge Erk­lärung für diese Bar­barei.

Wie schon am 11. März 2004 in Madrid, oder in Paris, ist es heute nötig, dass die wahren Ver­ant­wortlichen nicht ungeschoren davonkom­men, und gle­ichzeit­ig eine klare und unmissver­ständliche Ablehnung, dieses bru­tale Atten­tat zu instru­men­tal­isieren, indem das Feuer des Ras­sis­mus und der Islam­o­pho­bie ange­heizt wird.

Ihre Kriege, unsere Toten!

 

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