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Basisgewerkschafter*innen lehnen TV-L-Abschluss ab

Das Verhandlungsergebnis der diesjährigen TV-L-Runde hat bei vielen Gewerkschafter*innen an der Basis für Unmut gesorgt, besonders wegen der langen Laufzeit von 33 Monaten. Wir dokumentieren hier zwei Erklärungen von Gewerkschaftsbasis-Aktivist*innen, die sich in der anstehenden ver.di-Mitgliederbefragung für eine Ablehnung des Angebots aussprechen.

Basisgewerkschafter*innen lehnen TV-L-Abschluss ab

ver.di aktiv: “TV‑L 2019: Abschluss ablehnen und Forderungen durchsetzen!”

Liebe Kolleg*innen im öffentlichen Dienst der Län­der!

Das Ergeb­nis Eur­er Tar­ifver­hand­lun­gen liegt jet­zt auf dem Tisch. Entspricht das Euren Forderun­gen? Diese sind mit dem Abschluss über­haupt nicht erfüllt. Dafür wurde nicht mit vie­len Zehn­tausenden gestreikt. Lasst Euch nicht damit abspeisen. Es muss endlich spür­bar zu Verbesserun­gen der Arbeits- und Lebens­be­din­gun­gen kom­men und das kurzfristig! Deshalb schla­gen wir Euch vor bei der Mit­glieder­be­fra­gung mit Nein zu stim­men!

An Euch wurde genug ges­part. Jet­zt sind wir dran. Hal­tet an euren Forderun­gen fest. Sollte es nötig sein wird eben der Arbeit­skampf fort­ge­führt und das von der Basis aus­ge­hend. Ihr seid stark! Hal­tet durch!

Bei der BVG ste­hen für Dien­stag Ver­hand­lun­gen an. Das v.a. angesichts der ewigen Laufzeit ger­adezu lächer­liche Ange­bot, das man Euch unter­bre­it­et, hat bei unseren Kolleg*innen für viel Empörung gesorgt. Wir ste­hen an Eur­er Seite, mit Euch zusam­men für bessere Löhne und Arbeits­be­din­gun­gen zu streiken.

Zudem fürcht­en nun viele Beschäftigte bei der BVG eben­falls ein der­art schlecht­es Ange­bot unter­bre­it­et zu bekom­men. Auch deshalb gilt Euch unsere Sol­i­dar­ität. Wir fordern daher, dass es bei der BVG eben­falls eine Mit­glieder­be­fra­gung über die Annahme eines möglichen Ange­bots geben wird. Darüber­hin­aus fordern wir, dass das Votum der Mit­glieder, ob beim TV‑L oder beim TV‑N als verbindlich gilt. Wir wollen nicht länger akzep­tieren dass ein­fach über unsere Köpfe hin­weg entsch­ieden wird.

ver.di aktiv Basis­gew­erkschafts­gruppe BVG

 

BAGA: “Für dieses Tarifergebnis haben wir nicht gestreikt!”

Ablehnen statt Aus­treten!

Das in vie­len Medi­en berichtete Tar­ifer­geb­nis von 8% sieht in Wirk­lichkeit ganz anders aus.

Unter Berück­sich­ti­gung der Absenkung der Son­derzahlung beträgt die Ent­gel­ter­höhung 2019 lediglich 2,8% bis 2,9% (für die Ent­gelt­grup­pen und ‑stufen, in denen nicht der Min­dester­höhungs­be­trag oder die Son­der­regelung zur Stufe 1 angewen­det wird).

Das trifft eben­so für 2020 zu: da sind es 2,9% bis 3,0% und für 2021 nur noch 1,2%.

Die gesamte Erhöhung beträgt also nur um die 7,2%, mit Son­der­regelun­gen für einen Teil der Kolleg*innen.
Näheres sowie die konkreten Tabellen find­et ihr hier.

Wir schla­gen daher vor, das Tar­ifer­geb­nis vom 2.3.2019 abzulehnen!

6% bzw. min­destens 200 € monatlich – das waren unsere Forderun­gen!

Mit sol­i­darischen Grüßen

Berlin­er Aktion gegen Arbeit­ge­berun­recht

 

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