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Argentinien: Entschädigungslose Enteignung des gesamten YPF-Konzerns!

Keinen einzigen Peso aus dem Pensionsfonds (ANSES)! Keinen einzigen Peso aus den Reserven der Zentralbank für die PlündererInnen von Repsol-YPF! (Pressemitteilung der PTS)

Argentinien: Entschädigungslose Enteignung des gesamten YPF-Konzerns!

// Keinen einzigen Peso aus dem Pensionsfonds (ANSES)! Keinen einzigen Peso aus den Reserven der Zentralbank für die PlündererInnen von Repsol-YPF! (Pressemitteilung der PTS) //

Zu der Ankündigung von Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner, dem Kongress einen Gesetzentwurf vorzulegen, welcher vorsieht, 51 Prozent des Öl- und Gasunternehmens Repsol-YPF in staatliche Hand zu übernehmen, erklärte Christian Castillo, Mitglied der nationalen Leitung der PTS (Partido de Trabajadores Socialistas – Partei der sozialistischen ArbeiterInnen) und ehemaliger Vizepräsidentschafts-Kandidat der Front der Linken und der ArbeiterInnen: „Es ist nicht richtig, dass Repsol-YPF, nachdem es jahrelang die Ressourcen des Landes geplündert hat, Reserven von der Zentralbank oder Geld der Rentnerinnen und Rentner bekommen soll – besonders wenn 80 Prozent von ihnen nur die Mindestrente bekommen. Wir von der PTS sagen, dass der gesamte Konzern Repsol-YPF entschädigungslos enteignet und von seinen Arbeiterinnen und Arbeitern verwaltet werden sollte. Seitdem Repsol die Kontrolle über das Unternehmen übernommen hat, hat der Konzern fast 14 Milliarden US-Dollar aus Argentinien transferiert und damit die Expansion in andere Länder finanziert, während Repsol die Suche nach neuen Ölquellen in Argentinien vernachlässigt hat, was aber für die Aufrechterhaltung der Ölreserven nötig gewesen wäre.“ Nach dem Kauf von YPF erreichte Repsols Reingewinn atemberaubende acht Milliarden US-Dollar. Über neun Jahre lang haben die Kirchner-Regierungen aktiv an der Privatisierung von YPF mitgewirkt und waren Komplizen der Plünderung durch Repsol und andere multinationale Konzerne. Sie haben auch der Ezkenazy-Familie (den BesitzerInnen der Petersen-Gruppe) grünes Licht gegeben, 25,46 Prozent der Anteile zu halten, ohne einen einzigen Penny zu zahlen – mit dem Argument, dass sie bereits genug Investitionen in das Unternehmen gemacht hätten.

Wir weisen die Drohungen der imperialistischen Regierung des Spanischen Staates und ihrer PartnerInnen in der Europäischen Union zurück. Zugleich verurteilen wir die Tatsache, dass die Regierung von Christina Fernández de Kirchner nicht nur bereit ist, Repsol zu entschädigen, sondern auch Partnerschaften mit anderen multinationalen Konzernen sucht – nach dem Vorbild von Petrobas in Brasilien – was einen großen Teil der Profite der Gas- und Ölindustrie in die Hände von neuen PlündererInnen geben würde.“

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