„Wenn ihr die Bilder von Frankreich seht: Macht genau so – und noch viel schlimmer!“
Unser Genosse Joachim hat vor tausenden Menschen vor dem Brandenburger Tor zu den Schulblockaden in Frankreich und dem notwendigen Kampf der Jugend gesprochen.
Vor dem Brandenburger Tor haben sich gestern 20.000 Menschen versammelt, um sich gegen die Wehrpflichtpläne der Bundesregierung zu stellen. Die Konzert-Kundgebung, bei der unter anderem auch K.I.Z und Disarstar auftraten, wurde im Rahmen der Proteste gegen die anbahnende Wehrpflicht in Deutschland von diversen NGOs, Bündnissen gegen Militarismus und linken Jugendorganisationen wie der SDAJ organisiert.
Die Merz-Klingbeil-Regierung möchte junge Männer ab dem Jahrgang 2008 zur Musterung vorladen. Während zunächst von Freiwilligkeit die Rede war, wurden mittlerweile auch Schüler, die kein Interesse am Wehrdienst angegeben haben, zur verpflichtenden Musterung eingeladen. Dies wurde nur wenige Tage vor den letzten Schulstreiks bekannt gegeben – ein klarer Mittelfinger der Bundesregierung an die Schulstreikenden.
Unser französischer Genosse Joachim, Teil von Waffen der Kritik, sprach zu der Menge über die derzeit stattfindenden Schulblockaden in Paris. Die Menge antworte mit internationalistischen Sprechchören in Solidarität mit den Protestierenden in Frankreich und unaufhörlichem Jubel.
Über 1.000 Schulen im ganzen Land sind blockiert. Das motivierte auch Studierende, ihre Unis zu blockieren. Auch die Arbeiter:innen in Frankreich fangen an, sich mit den Schüler:innen und Student:innen zu solidarisieren. Lehrkräfte haben gestreikt, haben Menschenketten gemacht, um die Schulen gegen die Polizei zu verteidigen. Das ist super wichtig, weil zusammen haben wir die Kraft, diese Regierung herauszufordern und gegen diese Regierung zu gewinnen.
In den prekären Vierteln des Großraums Paris begannen Gymnasiast:innen ihre Schulen zu blockieren. Mittlerweile hat sich der Protest über ganz Paris und darüber hinaus ausgeweitet. Trotz des brutalen Vorgehens der Polizei halten sie stand, um den Leistungsdruck in der Schule, die soziale Segregation und den Rassismus der Polizei zu bekämpfen. Dabei wird mit unglaublicher Aggression seitens der Polizei gegen die Jugendlichen vorgegangen. Schüler:innen verloren bereits Zähne und Augenlicht wegen Gas-Granaten und Gummigeschossen.
Und die Medien hetzen gegen die Schüler:innen. Sie sagen, dass sie gewalttätig sind. Aber diese Schülis, die wehren sich genau dagegen, gegen die Gewalt dieses ganzen scheiß kapitalistischen Systems
Die Jugend richtet sich mit den voranschreitenden Krisen und Angriffen der Bourgeoisie weltweit immer stärker gegen ihre eigenen Regierungen. Nach Bangladesh, Nepal, Marokko und vielen weiteren ist nun die Jugend Frankreichs auf der Straße, während die Jugend auch in Spanien an derzeitigen Protesten gegen die Wohnungskrise beteiligt ist und die Jugend in Deutschland sich gegen die Militarisierung stellt.
Genau wie in Frankreich müssen wir uns als Jugend auch gemeinsam gegen die Wehrpflicht und Militarisierung stellen und die Schulstreiks mit dem Kampf gegen die Rüstungsforschung und Militarisierung der Unis verbinden.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, bereiten wir uns derzeit international an den Schulen und Universitäten auf den Jugendstreik am 20. November vor. Organisiere dich mit Waffen der Kritik und der Jugend der Strömung Permanente Revolution und komm mit uns am 20. November auf die Straße, um eine internationalistische und antiimperialistische Jugendbewegung aufzubauen, die sich mit der Arbeiter:innenbewegung vereint und die Regierungen in die Knie zwingt!