Venezuela: Nein zu Trumps imperialistischer Blockade

17.12.2025, Lesezeit 3 Min.
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Öltanker vor der Küste Venezuelas. Foto: JBula_62/shutterstock-com

Trump kündigt eine vollständige Blockade venezolanischer Öltanker an. Es ist wichtiger denn je, dieser imperialistischen Aggression entgegenzutreten.

Mit einer erbärmlichen Rhetorik eskaliert Donald Trump die imperialistische Aggression gegen Venezuela. Diesmal hat er in seinem sozialen Netzwerk Truth Social erklärt: „Wegen des Diebstahls unserer Vermögenswerte und vieler anderer Gründe, darunter Terrorismus, Drogenhandel und Menschenhandel, wurde das venezolanische Regime als AUSLÄNDISCHE TERRORISTISCHE ORGANISATION eingestuft“. Dabei sind es in Wahrheit die USA, die seit mehr als einem Jahrhundert das venezolanische Öl geplündert haben.

Trump fährt fort: „Daher ordne ich heute eine vollständige Blockade aller sanktionierten Öltanker an, die nach Venezuela ein- und auslaufen“. Nach der Entführung eines venezolanischen Öltankers vergangene Woche – einem regelrechten Akt der Piraterie – eine weitere Eskalation.

Laut der New York Times war die Ankündigung in einem „kriegerischen“ Ton gehalten. Dass eines der wichtigsten Sprachrohre des US-Imperialismus so etwas sagen muss, zeigt, wie schlimm die Lage ist. Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Einmischung der USA in der Region zunimmt. Die Trump-Regierung zielt darauf ab, ihren historischen Hinterhof zu disziplinieren und einen Regimewechsel in Venezuela zu erzwingen.

Der Präsident präzisierte nicht, was er mit „sanktioniertem“ Schiff meint, sodass er praktisch eine totale Handelsblockade verhängt. Die Blockade der wichtigsten Rohstoffquelle des Landes kann sich nur auf die ohnehin schon schlechten Lebensbedingungen der venezolanischen Arbeiter:innen und Massen auswirken, während Maduro und seine Verbündeten weiterhin ihre Privilegien genießen können.

Der Vorwurf des „Terrorismus“ kommt zu der bewährten Erzählung des „Kriegs gegen die Drogen“ hinzu. Unter diesem Deckmantel hat Trump bereits mindestens 95 Menschen in etwa 25 Angriffen in der Karibik ermorden lassen, was ihm und seinem Kriegsminister Peter Hegseth heftige Kritik im eigenen Land einbrachte.

Mit der Aggression gegen Venezuela versuchen die USA, die gesamte Region einzuschüchtern, um die Kontrolle über den amerikanischen Kontinent wiederzuerlangen. Eines der Ziele ist die Sicherung des privilegierten und unbegrenzten Zugangs zu Energie- und seltenen Bodenschätzen im Rahmen des aggressiven Rohstoffabbaus, der wichtiger Teil globaler Konflikte ist.

Deshalb ist es so wichtig, die Vorstöße der USA zurückzuweisen und sich für die Verteidigung Venezuelas zu mobilisieren, ohne jedoch Maduro, der die Angriffe als Vorwand nutzt, um die interne Repression in Venezuela zu verstärken, politisch zu unterstützen.

Wie wir als Trotzkistische Fraktion in unserer Erklärung geschrieben haben: 

Wir unterstützen daher die größtmögliche Einheit in antiimperialistischen Aktionen. Gleichzeitig sagen wir, dass die Niederlage des Imperialismus und der lokalen Bourgeoisie, einschließlich des kapitalistischen Regimes Maduros, nur durch die Einheit der Arbeiter:innenklasse und der Unterdrückten des Kontinents im Kampf für Regierungen der Arbeiter:innen und der armen Bevölkerung als Teil einer Sozialistischen Föderation Lateinamerikas und der Karibik erreicht werden.

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