Thiago Ávila und Saif Abukeshek freigelassen

10.05.2026, Lesezeit 2 Min.
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Foto: GSF Press Kit

Nachdem sie über eine Woche lang in israelischen Gefängnissen festgehalten worden waren, erlangten Thiago und Saif, Koordinatoren der Flotilla, ihre Freiheit zurück.

Nachdem gestern verschiedene Gerüchte über ihre bevorstehende Freilassung kursierten, kam am Sonntag schließlich die offizielle Bestätigung: Saif Abukeshek und Thiago Ávila sind bereits auf dem Weg in ihre jeweiligen Heimatländer. Saif wird in den nächsten Stunden in Barcelona eintreffen, und es wird erwartet, dass Thiago in Kairo ankommt, um von dort aus seine Reise fortzusetzen.

Beide waren von der zionistischen Armee in internationalen Gewässern vor der griechischen Küste der Insel Kreta zusammen mit mehr als 180 Aktivist:innen der Global Sumud-Flottille entführt worden, wobei die beiden jedoch direkt in den Staat Israel gebracht wurden. Es handelte sich um eine eindeutig illegale Festnahme und Inhaftierung, mehr als 1.000 Kilometer von israelischem Hoheitsgebiet entfernt, im Rahmen einer gewaltsamen Aktion gegen Schiffe, die humanitäre Hilfe transportierten.

Nach ihrer Ankunft in Israel traten sie für mehr als eine Woche in den Hungerstreik, während in verschiedenen Ländern die Forderungen nach ihrer sofortigen Freilassung zunahmen. Ihre Anwält:innen hatten bekannt gegeben, dass beide psychisch und physisch gefoltert wurden, mit deutlichen Spuren von Schlägen im Gesicht, während sie stundenlangen Verhören unterzogen und rund um die Uhr unter grellem Licht gehalten wurden.

Angesichts der weltweit wachsenden Empörung und einer aus Sicht des Völkerrechts unhaltbaren Inhaftierung musste Israel schließlich einen Rückzieher machen und diesen neuen kriminellen Angriff auf Thiago und Saif fallen lassen.

Aus Athen, wo er auf seiner Reise nach Barcelona Halt machte, nahm Saif ein Video auf, in dem er anprangerte, dass sich in israelischen Gefängnissen mehr als 9.000 palästinensische Gefangene befinden und dass der Völkermord weitergeht, und rief dazu auf, nicht aufzugeben und den Kampf für sie alle fortzusetzen.

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