Strömung Permanente Revolution: Für eine antiimperialistische Jugend!
Zum Abschluss der Konferenz der Strömung Permanente Revolution – IV. Internationale fand ein Treffen der Jugenddelegierten statt. Es ging um die Jugend als politisches Subjekt und die Herausforderungen beim Aufbau einer großen antiimperialistischen und revolutionären Jugendbewegung.
„Die Reformist:innen wollen uns die Resignation aufzwingen, die zur Niederlage führt, und wir wollen den Weg zum Sieg ebnen. Wir fangen nicht bei Null an, wir tragen das Erbe unserer gesamten Klasse auf unseren Schultern. Wir kämpfen dafür, die Perspektive des Kommunismus zurückzugewinnen, um eine wirklich freie Gesellschaft zu denken, frei von jeglicher Ausbeutung und Unterdrückung. Heute ist es an der Jugend, einen Schritt nach vorne zu machen und Partei zu ergreifen, damit die zukünftigen Aufstände zu Revolutionen werden.“ Mit diesen starken Worten beendete Pablo Castillo aus dem spanischen Staat seine Rede zur internationalen Kundgebung in São Paulo.
Veranstaltet wurde die Kundgebung mit anschließender Konferenz von unserer internationalen Strömung, die nun unter dem neuen Namen Strömung Permanente Revolution – IV. Internationale auftritt. Neben Pablo sprach bei der Kundgebung auch Scillia Di Pietro aus Italien im Namen der Jugend. Mit dabei waren Luca Bonfante aus Argentinien, Alberta Nur aus Frankreich, Tabea Winter aus Deutschland und Luno Pires aus Brasilien.
Zum Abschluss der Konferenz fand in der Casa Marx ein Treffen der Jugenddelegierten statt. Sie diskutierten einerseits den Charakter der Mobilisierungen der Generation Z und die Neugestaltung der Studentenbewegung, insbesondere ausgehend vom Phänomen der Solidarität mit Palästina. Der Rechtsruck, der unter enttäuschten Teilen der Jugend zu beobachten ist, steht im Gegensatz zur Politisierung nach links unter jungen Menschen. Diese radikalisieren ihre Ideen gegen prekäre Arbeitsverhältnisse und die Zerstörung des Planeten sowie für eine stärkere Sensibilität für Geschlechterfragen, sexuelle Vielfalt und die Migrationsfrage, insbesondere in Europa.
Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmenden auf dem Treffen insbesondere die unterschiedlichen Erfahrungen beim Aufbau der einzelnen Gruppen sowie die Aufgaben der Jugend der Strömung Permanente Revolution für die nächste Periode. Einen zentralen Teil des Austauschs bildete die Frage der Bildung von Bastionen, also von Kernen, in denen die Kräfte gebündelt werden, die mit der Avantgarde verbunden sind und Einfluss auf die Massen ausüben, um politisch wirksam zu sein.
Ebenso standen die Zusammenarbeit von Studierenden und Arbeitenden, der Fortschritt unserer politischen und ideologischen Strömungen und die Entwicklung eines kämpferischen Antiimperialismus mit einer groß angelegten Kampagne in allen Ländern im Mittelpunkt der Debatte. Die Eröffnung der Sitzung wurde von Vitoria von der MRT (Brasilien), Leila von der PTS (Argentinien) und Ariane von RP (Frankreich) geleitet.
Darüber hinaus nahmen an diesem sehr erfolgreichen Tag der Diskussion, Reflexion und Arbeit Genossinnen und Genossen aller Jugendorganisationen der Strömung Permanente Revolution persönlich und virtuell teil: aus Argentinien (Red Nac En Clave Roja), Frankreich (Le Poing Levé), Brasilien (Faisca), Chile (Vencer), Deutschland (Waffen der Kritik), den Vereinigten Staaten, Mexiko (Agrupación Juvenil Anticapitalista), spanischer Staat, Uruguay, Venezuela, Bolivien (Combate Rojo), Italien, Costa Rica und Peru.
Die Sitzung beschloss, eine starke antiimperialistische Politik im Sinne der Konferenz der vorherigen Tage voranzutreiben. Die Teilnehmenden prangerten aus einer Position der Arbeiter:innenklasse heraus die imperialistische Aggression und die militärische Blockade der Vereinigten Staaten unter Trump gegen Venezuela an. Zugleich grenzten sie sich klar vom bonapartistischen und repressiven Regime Maduros ab und wandten sich gegen den imperialistischen Vorstoß in der gesamten südamerikanischen Region. In diesem Sinne lehnten sie auch die Unterwerfung unter den Internationalen Währungsfonds (IWF) und die illegitimen Schulden ab.
Gleichzeitig wird die Jugend weiterhin an vorderster Front gegen den falschen Waffenstillstand im Nahen Osten kämpfen, der von den Vereinigten Staaten und Israel mit der Komplizenschaft der europäischen imperialistischen Mächte und der arabischen Bourgeoisie durchgesetzt wurde. Der Kampf gegen den Völkermord am palästinensischen Volk wird fortgeführt, mit dem Ziel, ein freies und sozialistisches Palästina zu erkämpfen, das auf der Macht der Arbeiter:innen beruht.
Angesichts der Eskalation des Krieges beschlossen die Delegierten, die Kampagne gegen den imperialistischen Militarismus in Europa zu vertiefen, der sich in Aufrüstung, Wiedereinführung der Wehrpflicht und Militarisierung der Grenzen niederschlägt, während gleichzeitig Kürzungen im öffentlichen Dienst vorgenommen werden.
Zudem beschlossen die Delegierten, die Ausarbeitung eines programmatischen politischen Manifests der sozialistischen und revolutionären Jugend der Strömung Permanente Revolution voranzutreiben. Dieses soll die Schwerpunkte Antiimperialismus, Selbstorganisation, Unabhängigkeit der Arbeiter:innenklasse sowie die Einheit zwischen Arbeitern und Studierenden setzen. Während die extreme Rechte versucht, aus der Unzufriedenheit Kapital zu schlagen, hinterfragen immer mehr junge Menschen die Grenzen der institutionellen Politik und interessieren sich für die Ideen des Kommunismus. Das Manifest der Jugend zielt darauf ab, die Ideen des revolutionären Marxismus wiederzubeleben. Damit will es den ideologischen Kampf an allen Fronten führen und den reformistischen Defätismus sowie die stalinistische Degeneration bekämpfen, die den Kommunismus belasten.
Schließlich vereinbarten die Delegierten, ideologische Initiativen zum Thema Universität zu fördern und zu koordinieren. Ziel ist es, ein Gegenprojekt einer Universität der Arbeiter:innen zu entwickeln, das dem Modell einer Hochschule im Dienst der Interessen von Großunternehmen entgegentritt. Außerdem sollen eigene soziale Netzwerke der Jugend unserer Strömung geschaffen werden, um eine größere Verbreitung zu erreichen.