Skandal: Jetzt geht Ramelow auch noch auf queere Menschen los
Nach Tiraden gegen die Palästinasolidarität verteidigt Bodo Ramelow nun Julia Klöckners Queerfeindlichkeit.
Zum diesjährigen CSD wurde am Bundestag im Gegensatz zu den vorherigen Jahren keine Pride-Flagge gehisst. Angeordnet wurde dies von der Bundestagspräsidentin Julia Klöckner. Ihre Begründung: „Wir sind der Deutsche Bundestag und bei uns weht eine Fahne: Schwarz-Rot-Gold“. Klöckners Aktion ist symbolträchtig für die autoritäre Wende: Mit der massiven Aufrüstung ist jetzt Schluss mit Vielfalt und was zählt ist der deutsche Nationalismus.
Erschreckenderweise bekommt Klöckner jetzt Schützenhilfe aus der Linkspartei in Gestalt von Bodo Ramelow. Dieser bekräftigt Klöckners Entscheidung mit der Begründung, dass im Bundestag nicht „immer extremere Symbole“ im Vordergrund stehen sollten. Man könnte meinen, die Aussagen stammen von Donald Trump, statt von einem ranghohen Vertreter der Linkspartei. Anschließend schiebt er im selben Interview noch eine ordentlich Portion Rassismus nach: Wenn man Abgeordneten verbieten würde, die Farben der Reichsflagge zu tragen, müsse man auch Palästina-T-Shirts verbieten.
Nachdem er im September emordete Kinder in Gaza als „Hamas-Scheiße“ bezeichnete, folgt nun also die nächste Entgleisung. Dass Ramelow queere Lebensweisen nun offenbar für Extremismus hält, kommt dabei nicht von ungefähr. Nächstes Jahr finden die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt statt, wo alles darauf hinausläuft, dass die CDU eine von der Linkspartei zumindest tolerierte Regierung bilden muss, um nicht mit der AfD koalieren zu müssen. Diese konkrete „Front aller Demokraten“ bereitet Ramelow gerade vor, indem er inhaltlich auf Klöckner zugeht.
Die AfD wird nicht durch Kumpelei mit der CDU und ihren queerfeindlichen Ideen verhindert sondern auf der Straße. Nächste Woche findet der Gründungskongress der „Generation Deutschland“ in Gießen statt. Lasst uns diesen unter Regenbogen- und Palästinaflaggen blockieren und damit nicht nur der AfD sondern auch Klöckner und Ramelow den Mittelfinger zeigen. Wir gehen dort nicht nur auf die Straße um die AfD zu verhindern, sondern auch für die komplette Gleichstellung aller Geschlechter und Sexualitäten und den unbeschränkten und kostenlosen Zugang zu geschlechtsangleichenden Maßnahmen. Genauso müssen wir auf die Straße gehen um Waffenlieferungen nach Israel zu verhindern.
Bei Ramelow fragt man sich, gegen wen er eigentlich noch hetzen will, um nach Rechts anschlussfähig zu sein. Man kann gemeinsam mit jemandem wie Ramelow keine linke Politik umsetzen. Deshalb wäre es für Linksparteimitglieder nur folgerichtig, ihn rauszuwerfen.