Rosen in der einen, Gewehr in der anderen

14.01.2026, Lesezeit 2 Min.
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Graffiti in Bremen gegen die Wehrpflicht. Foto: Wenig Boese (shutterstock.com)

Ein Gedicht in Solidarität mit allen Jugendlichen, die sich gegen das Wehrpflichtgesetz erheben.

Solidarität mit allen Jugendlichen, die sich gegen das Wehrpflichtgesetz erheben; den Schüler:innen, meinen Geschwistern, die in den Krieg ziehen sollen.

Die Straßen sind still, die Mauern sind neu,
Man spricht nicht mehr laut, man zählt wieder treu.
Ein Kind an der Ampel passt Autos im Dreck,
die Mutter fährt Schichten, der Wohlstand ist weg.

Die Fahnen, sie weh’n, als wär’ da ein Sinn,
ich seh’ nur Werbung mit Krieg mittendrin.
Sie füllen die Zeitung, sie reden von Pflicht,
in ihren zwei Augen brennt selten ein Licht.

Ein Bus fährt vorbei, kein Blick bleibt zurück,
nur Sterben fürs Land sei das große Glück.
Sie meinen es ginge um Heimat und Recht,
doch wer hat hier Rechte, und wessen Gefecht?

Und unter dem Pflaster – nicht Rosen, kein Chor,
nur Stiefel im Takt und die Angst vor dem Tor.
Man sagt: „das sei nötig, das diene dem Staat.“
Doch wer ist gemeint, wenn der Nutzen verrät?
Die Farben der Flagge sind matter als einst,
Hoffnung auf Widerstand, auf Brot und Rosen,
ist immer noch mein’.

Solidarität mit allen, die sich gegen die Wehrpflicht erheben; niemand soll deren Geschwister in anderen Ländern an der Front ermorden müssen oder selber sterben.

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