Deutschland

Rasierklingen unter AfD-Plakat: Fake News bei Klasse Gegen Klasse?

Wir berichteten über Rasierklingen unter AfD-Plakaten. Jetzt wird uns ein „Fake“ unterstellt. Kronzeugin? Ausgerechnet die AfD selbst.

Rasierklingen unter AfD-Plakat: Fake News bei Klasse Gegen Klasse?

Auf der Website Mimikama werden „Fake News“ gemeldet. Viele der Meldungen sind hilfreich, da besonders rechte Propaganda mehr auf Gerüchten und Lügen als auf Tatsachen beruht.

Aber jetzt soll Klasse Gegen Klasse „Fake News“ sein, wegen eines Artikels über Rasierklingen unter AfD-Wahlplakaten. Die Begründung? Die AfD gibt es nicht zu! (…und die Polizei weiß nichts davon.)

Anstatt sich zunächst nach unserer Quelle zu erkundigen, die wir für vertrauenswürdig halten, fragt Mimikama also einfach die AfD. Wieso könnte sie nur ein Interesse haben, den Vorfall abzustreiten? Die AfD München antwortete auf die Anfrage:

das ist absoluter Bullshit. Dann können Sie das ja direkt der Polizei übergeben, da die Dame gestanden hat, mehrfach Straftaten begangen zu haben

Erst letzte Woche war die AfD wieder wegen Lügen aufgefallen. In Bayern arbeitet sie eng mit der „Identitären Bewegung“ und Pegida zusammen, hat also durchaus Kontakt mit der militanten Rechten.

Plakate abreißen – darf man das?

Dass Plakate abreißen eine Straftat nach bürgerlichem Recht ist, mag sein. Doch wir halten es für völlig legitim, sich gegen die rassistische und sexistische Propaganda der AfD zu verteidigen.

Jedes ihrer Plakate ist ein Angriff gegen unterdrückte Teile der Gesellschaft. Das muss niemand dulden, zumal dauernde Hetze auch in echte Gewalt umschlägt, wie die vielen Brandanschläge auf Geflüchteten-Einrichtungen sowie Gewalt auf der Straße gegen Nicht-Weiße, Frauen oder LGBTI* zeigt, auch in München.

Die Rasierklingen unter den AfD-Plakaten sind also nur die Fortsetzung einer rassistischen Politik – mit ihrem höchsten Ausdruck im Abschiebe- und Lager-Regime Deutschlands, zuletzt auch in der Einführung einer „Unendlichkeitshaft“ durch die CSU.

Wir fordern die Seite Mimikama, sowie Medien, die die „Fake“-Meldung unkritisch übernommen haben, zu einer Gegendarstellung auf.

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