„Ohne Finanzierung keine Therapie?“ – Die Proteste der Psychotherapeut:innen
Nach Kürzungen beim Honorar für die gesetzlich ambulante Psychotherapie kam es zu landesweiten Protesten initiiert von Psychotherapeut:innen. Auch die Berufsverbände riefen zu den Demos auf. Wir denken, dass es eine tiefgreifende Kritik am Gesundheitssystem und einen Zusammenschluss aller Gesundheitsarbeiter:innen gegen die Kürzungen braucht.
In den letzten Monaten kam es in verschiedenen Städten zu Demonstrationen von Psychotherapeut:innen und Studierenden der Psychologie, nachdem das Honorar für die gesetzliche ambulante Psychotherapie um rund 4,5 Prozent gekürzt wurde.
Beschlossen hat die Honorarkürzung Mitte März der „Erweiterte Bewertungsausschuss“, nachdem sich Ärzteschaft und Krankenkassen bei der Vergütung nicht einigen konnten. Hintergrund sind die Sparpläne der Bundesregierung, umgesetzt durch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU). Die niedergelassenen Psychotherapeut:innen erhalten Honorare pro Therapiestunde, die seit dem 1. April 2026 um 4,5 % von 120 Euro auf knapp 115 Euro sinken. Gleichzeitig stiegen allerdings die Strukturzuschläge für Personalkosten um 14,5 Prozent, was laut Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) Einbußen von 2,3 Prozent bedeutet im Vergleich zum Jahresbeginn 2026. Von der Strukturzulage profitieren besonders große und gut ausgelastete Praxen.
Ein Bündnis von Berufsverbänden der Psychotherapeut:innen rief daraufhin zu Kundgebungen vor dem Bundestag und dem Sitz des GKV-Spitzenverbands (GKV: Gesetzliche Krankenversicherung) auf. Der Slogan der Bewegung lautet „Ohne Finanzierung keine Therapie“ und richtet sich gegen die Honorarkürzungen in diesem Bereich. Doch der Slogan zeigt schon die erste Grenze der Bewegung auf. Die Versorgungslage der Patient:innen wird nur im Zusammenhang mit den eigenen Einnahmen diskutiert, aber nicht tiefer auf die strukturellen Probleme in diesem Bereich eingegangen.
Die psychotherapeutische Versorgungslage, sowie die Konditionen in der psychotherapeutischen Ausbildung sind bundesweit völlig unzureichend. Viele junge Psychotherapeut:innen beklagen die Bedingungen der Ausbildung und richten sich auch teilweise gegen ihre Berufsverbände, indem sie ihnen vorwerfen, sich nicht ausreichend gegen die Honorarkürzungen einzusetzen. So wurde das Ausbildungssystem 2019 zwar reformiert, damit sich Therapeut:innen in Ausbildung nicht länger verschulden müssen, gleichzeitig gibt es viel zu wenig Weiterbildungsplätze. Das liegt an der fehlenden Finanzierung durch die Regierung, trotz Verankerung im Koalitionsvertrag.
Doch auch die Versorgungslage lässt zu wünschen übrig: Gesetzliche Patient:innen warten laut einer Studie des Innovationsausschusses des Gemeinsamen Bundesausschusses durchschnittlich fünf Monate auf einen Therapieplatz, während junge Psychotherapeut:innen ihre Dienste nicht für gesetzlich Versicherte anbieten können, da sie keinen Kassensitz haben. Das führt dazu, dass sich psychische Erkrankungen oder auch Suizidalität verschlimmern, während Patient:innen auf eine Therapie warten. Diese enorme Belastung für die Patient:innen und auch deren soziales Umfeld ist auf ein Gesundheitssystem zurückzuführen, das nicht den Menschen im Zentrum hat, sondern in dem die Krankenkassen sowie Krankenhäuser einem großen Druck ausgesetzt sind wirtschaftlich zu handeln, beispielsweise durch Senkungen der zu zahlenden Behandlungskosten oder Abbau von Personal.
Die Versorgung in den Städten und Kommunen wird durch den Zulassungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung der jeweiligen Länder geregelt. Sie bestimmen die Vergabe der Kassensitze und die Versorgung der Regionen. Die Bedarfsplanung wird anhand der Verhältniszahl der aktuellen Einwohnerzahlen des Planungsbereichs je Ärzt:innen errechnet. Ergibt sich daraus eine Zahl über 110 %, so gilt die jeweilige Region als überversorgt und es können Zulassungsbeschränkungen angefordert werden. Im Zulassungsausschuss sitzen sowohl Ärzt:innen und Therapeut:innen, sowie Vertreter:innen der Landesverbände der Krankenkassen.
Man hat also auf der einen Seite viele Kassenpatient:innen, die auf einen Therapieplatz warten und auf der anderen Seite viele ausgebildete Psychotherapeut:innen, die aufgrund der limitierten Kassensitze keine gesetzlichen Behandlungen anbieten können. Diese Kassensitze werden teils für über 100.000 Euro weiterverkauft. Die Möglichkeit, in einer Praxis angestellt zu arbeiten, erscheint für viele nicht attraktiv, da die Verdienstmöglichkeiten nach oben im Vergleich zur Selbstständigkeit deutlich begrenzt sind, da diese oft an Tarifverträge gekoppelt sind und niedergelassene Psychotherapeut:innen trotz des unternehmerischen Risikos ein höheres monatliches Einkommen erzielen. Doch auch Psychotherapeut:innen in Anstellung in einer Praxis können lediglich die Anzahl des für den Kassensitz vorgesehenen Patient:innen behandeln, die Versorgungslage ändert sich dadurch nicht. Zudem plant die Regierung im Rahmen des „Beitragsstabilisierungsgesetztes“ eine Budgetierung der psychotherapeutischen Leistungen, was bedeutet, dass die Ausgaben an die Einnahmen der Kassen angepasst werden. Das würde die Versorgung weiterhin stark verschlechtern.
Berufsverbände der Psychotherapeut:innen und auch Die Linke, Die Grünen sowie SPD fordern deshalb mehr Kassensitze. Das scheint erstmal logisch, aber lässt die Verantwortung über die Entscheidung der psychotherapeutischen Versorgung in den Händen der Kassenärztlichen Vereinigung, denen auch Vertreter:innen der Krankenkassen angehören, die momentan an der Versorgung „ihrer“ eigenen Patient:innen sparen wollen und ihre Überschüsse zurücklegen, anstatt sie ins Patient:innenwohl zu investieren. Wir, als Feminist:innen von Brot und Rosen, wollen für ein Gesundheitssystem kämpfen, welches die Patient:innen und Gesundheitsarbeiter:innen und ihre jeweiligen Bedürfnisse im Zentrum hat und nicht die Interessen eines kapitalistischen Staates, der nicht bereit ist bestimmte Behandlungen zu finanzieren und genügend Personal zu bezahlen.
Wenn man also für eine wirklich bessere Versorgung der Patient:innen einstehen will, so muss die erste Forderung die Abschaffung des Zwei-Kassen-Gesundheitssystems sein, damit es überhaupt nicht zu dieser Ungleichbehandlung und limitierten Annahme der gesetzlich Versicherten kommen kann. Eine Androhung, die auch in dem Slogan der Psychotherapiebewegung “Ohne Finanzierung keine Therapie” mitschwingt. Die Berufsverbände der Psychotherapeut:innen sowie viele Teile der Bewegung vertreten das Interesse nach der Abschaffung eines Zwei-Kassen-Gesundheitssystems jedoch nicht, da es ihnen vor allem um die Sicherung des eigenen Berufsstandes geht, im Kampf um weniger werdende Ressourcen im Gesundheitssystem.
Die Bundesregierung will 2027 bis zu 20 Milliarden im Gesundheitssystem sparen. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) legte dazu im April ein Sparpaket vor, das höhere Zuzahlungen für Medikamente beinhaltet, sowie die Abschaffung von Hautkrebsscreening und der Familienversicherung für Ehepartner:innen (sofern keine Kinder unter sieben Jahren in der Familien sind) vorschlägt. Außerdem soll sowohl die neue Pflegereform als auch die neue Krankenhausreform umgesetzt werden. Die Pflegereform sieht unter anderem die Anpassung des Einstufungssystems vor, sodass Pflegebedürftigkeiten in vielen Fällen schlicht nicht mehr anerkannt werden – eine Katastrophe für viele Pflegebedürftige und auch deren pflegende Angehörige, meist weibliche Familienmitglieder. Der geplante Gesetzentwurf sieht außerdem vor, den Kliniken bis 2030 fast 30 Milliarden Euro zu entziehen, was laut dem aktuellen Krankenhaus Rating Reports fast die Hälfte der Kliniken in die Insolvenzgefahr stürzt. Beschäftigte bundesweit protestieren dagegen, denn dieses Gesetz geht auf ihre Kosten und die Kosten der Patient:innen, die schon jetzt oft nicht bedarfsgerecht versorgt werden können.
Merz hat kürzlich, am 02. Juli, angekündigt, dass die Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag einführen zu wollen. Diese Ankündigung der Bundesregierung reiht sich ein in die Angriffe auf die Arbeiter:innenklasse und ist ganz klar ein Instrument, um Krankmeldungen zu senken. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass die Menschen dann weniger krank wären. Stattdessen wird die wahrscheinliche Konsequenz sein, mit Krankheitssymptomen zu arbeiten, was besonders im sozialen Sektor schon oft passiert, weil es sowieso eine andauernde Personalknappheit gibt. Die andere Alternative ist, dass man sich krank zu einer überfüllten Hausarztpraxis schleppt, dort lange Wartezeiten in Kauf nehmen muss und sogar weniger Zeit zur Genesung einer kurzen Krankheit hat. Zusätzlich drohte Kanzler Merz bereits Anfang des Jahres, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall für den ersten Tag zu streichen (das wurde nun zugunsten der Attestpflicht zurückgenommen) sowie die Einführung einer „Teilarbeitsunfähigkeit“. Der Appell an die arbeitende Klasse wird deutlich: mehr arbeiten und weniger krank sein für die deutsche Wirtschaft. Und am Ende noch später in Rente gehen. Die Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung, in der rund 89 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen versichert sind, wird also deutlich schlechter, während Arbeiter:innen mehr und unter schlechteren Bedingungen arbeiten sollen, besonders im Gesundheitsbereich.
Angesichts steigender Arbeitsbelastung, aber auch Unsicherheiten wie Krisen und Kriegen, steigt die mentale Belastung – es bräuchte eigentlich mehr Therapieplätze. Aus einer im Fachmagazin Lancet veröffentlichen Studie geht hervor, dass die Zahl psychischer Erkrankungen sich seit 1990 fast verdoppelt hat und es mittlerweile die häufigste Ursache für gesundheitliche Beeinträchtigungen ist. Seit dem 01. Januar 2026 gilt nun der Neue Wehrdienst, der die Fragen von Krieg und Krisen für die Jugendlichen sehr real macht und eine zusätzliche psychische Belastung bedeutet. An Schulen wirbt die Bundeswehr, Musterungsbriefe werden verschickt und Proteste gegen die Wehrpflicht werden von Polizei und „Verfassungsschutz“ bedrängt. Die Botschaft an die Arbeiter:innenklasse und die Jugend wird immer deutlicher: Schlechtere Lebensbedingungen akzeptieren, länger arbeiten und sich an eine stärker militarisierte und wettbewerbsorientierte Gesellschaft anpassen. Das Sozial-und Gesundheitssystem werden durch Aufrüstung und Militarisierung massiv angegriffen.
Doch innerhalb dieses brutalen Sparkurses der Regierung, reicht es nicht, nur für die Verbesserung der eigenen Bedingungen innerhalb eines bestehenden Systems zu kämpfen. Der einzige wirkliche Ausweg für die Psychotherapeut:innen besteht darin, sich gemeinsam mit anderen Beschäftigten im Gesundheitswesen – angestellten Psychotherapeut:innen, Pflegepersonal, Ärzt:innen, technischem Personal, Reinigungskräften und Logistikpersonal – in einem gemeinsamen Kampf gegen den Druck der Wirtschaftlichkeit zu organisieren. Die Losung der Krankenhausbewegung aus dem Jahr 2021 „Mehr für uns, ist besser für alle“ zeigt, wie die Arbeiter:innen am Krankenhaus gemeinsam für die Interessen ihrer Patient:innen und ihre eigenen gekämpft haben und so eine starke Verbindung zwischen Gesundheitsarbeiter:innen und anderen Teilen der Gesellschaft geschaffen haben.
Auch die aktuellen Erfahrungen aus dem Erzwingungsstreik der Vivantes-Töchter in Berlin weisen diesen Weg. Dort kämpften ausgelagerte Krankenhausbeschäftigte aus Reinigung, Küche, Sterilisation und Technik für die Einheit der gesamten Belegschaft unter einem gemeinsamen Tarifvertrag und gegen die Spaltung der Beschäftigten durch bessere und schlechtere Verträge und haben insgesamt 64 Tage gestreikt. Die Losung des Streiks lautet „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. Damit stellten sich die Arbeiter:innen gegen die Spaltung und setzen sich für die Interessen der ganzen Arbeiter:innenklasse ein. Sie haben es geschafft bis 2031 eine 100%-Angleichung an den TVÖD zu erstreiken. Die Frage ist aber trotzdem, ob nicht sogar mehr drin gewesen wäre. Wir haben den Streik mit unserer feministischen Gruppe Brot und Rosen für Wochen begleitet und tausende Euro für die Streikkasse gesammelt, unter anderem bei einer feministischen Party mit Soli-Flohmarkt in München.
Wenn die Psychotherapeut:innenbewegung sich für eine bessere Versorgung aller Menschen einsetzen möchte, muss sie sich gemeinsam mit der Arbeiter:innenklasse gegen den Sparkurs der Merz-Regierung im Gesundheitssystem stellen und andere Gesundheitsarbeiter:innen in ihren Streiks unterstützen. Die aktuellen Sozialproteste der Linkspartei sind im Kampf gegen die Kürzungspolitik der Regierung eine große Chance, müssen aber über die bisher gestellten Forderungen der Parteiführung hinausgehen. Die Linkspartei muss gemeinsam mit den Gewerkschaften die streikenden Arbeiter:innen im Gesundheitssektor unterstützen, die Streiks zu politisieren und die Sparpolitk im Kontext der Aufrüstung anklagen. Auf einen Dringlichkeitsantrag der Linkspartei München, hat sich der Münchner Stadtrat für die Unterstützung der „Psychotherapieproteste“ ausgesprochen und will so der Bundesregierung Druck machen. Zusätzlich organisiert die Linkspartei die oben bereits erwähnten bundesweiten Demonstrationen gegen die Sozialkürzungen, die wir auch unterstützen müssen. Die Linkspartei müsste jedoch mit ihrer bisherigen Politk brechen, welche die Kürzungspolitik der Bundesregierung zwar auf der Straße kritisiert, es gleichzeitig jedoch nicht ausschließt, Bündnisse mit SPD oder der CDU einzugehen (wie es beispielsweise möglich wäre in der Landesregierung Sachsen-Anhalt als Merheitsbeschafferin), die genau diese Kürzungen zu verantworten haben.
Auch die Gewerkschaften, wie beispielsweise ver.di, rufen zu Protesten auf. Claudia Weber, Geschäftsführerin von ver.di München, skandiert bei einer Demo gegen die Kürzungen gemeinsam mit den Demonstrant:innen: “Wir wollen Streik”. Allerdings bleibt es bisher bei den Skandierungen auf Demos, obwohl doch die Gewerkschaft ver.di zu diesen Streiks aufrufen könnte. Die Gewerkschaften, deren Spitzen oft mit Linksparteimitgliedern besetzt sind, müssen durch den Aufbau von Versammlungen dazu gezwungen werden, Maßnahmen zu ergreifen und zu Streiks aufzurufen, bei denen auch die Militarisierung in Verbindung mit den Sozialkürzungen gestellt wird. Man könnte von unten Versammlungen aufbauen, beispielsweise gemeinsam mit Beschäftigten aus der Gesundheit und den Psychotherapeut:innen, bei denen zusammen über ein Programm diskutiert wird, das sich gegen die Austeritätspolitik der aktuellen Regierung richtet.
Die privaten Krankenversicherungen gehören abgeschafft! Statt eines Systems aus über 90 gesetzlichen Kassen mit ihren eigenen Management-Etagen braucht es eine einheitliche Kasse für alle, die das gesamte Spektrum gesundheitsrelevanter Leistungen kostenlos anbietet. Finanziert werden sollte dies, indem die Beitragsbemessungsgrenze abgeschafft wird, die aktuell bei einem Einkommen von 5.812,50 Euro monatlich liegt, sowie durch die 500 Milliarden, die in die Aufrüstung fließen und die Enteignung privater Krankenversicherungen und privater Krankenhäuser. Wer deutlich mehr verdient, zahlt derzeit keinen Cent mehr, selbst ein Top-Manager mit 500.000 Euro Monatsgehalt. Es braucht die Abschaffung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), der als höchstes Gremium mit Vertreter:innen des GKV, der deutschen Krankenhausgesellschaft und der kassenärztlichen Bundesvereinigung alle Entscheidungen über die Leistungsansprüche von gesetzlich Versicherten in Deutschland fällt. Dieses Gremium ist antidemokratisch. Stattdessen sollten die Arbeiter:innen und Mitglieder der Krankenversicherung diese Entscheidungen aufgrund der Bedingungen in den Krankenhäusern und Praxen fällen. Für die Ausbildung der jungen Psychotherapeut:innen braucht es zusätzlich genügend Weiterbildungsplätze, diese müssen staatlich finanziert werden.
Gemeinsam müssen wir uns gegen den Druck der Merz-Regierung stellen, mehr arbeiten zu müssen und uns dafür einsetzen, dass Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall weiterhin bestehen bleiben, genauso wie die Höhe des Krankengeldes, die an den Lohn angeglichen werden sollte. Wir brauchen die Anerkennung der Abschlüsse ausländischer Psychotherapeut:innen, damit auch diejenigen gut versorgt werden können, die wenig oder kein deutsch sprechen und teilweise durch Fluchterfahrungen schwere Traumatisierungen erfahren haben. Aber auch, damit die Kolleg:innen aus der Psychotherapie ihre Arbeit in Deutschland ohne riesige bürokratische Hürden gut weitermachen können. Die vorgelegten Gesetzesentwürfe für Pflegeversicherung und Kliniken sind extreme Angriffe auf Arbeiter:innen und Patient:innen, die wir nicht hinnehmen dürfen. Wir brauchen Kliniken, die von den Arbeiter:innen selbst verwaltet werden, denn sie wissen am Besten, wie die Versorgung aussehen muss und wo Geld gebraucht wird.
Dieser Artikel wurde noch vor der Bekanntwerdung des Änderungsantrages verfasst, welcher die Streichung des gesetzlichen Schutzes des Mindesthonorars vorsieht. Schickt uns gerne Gastbeiträge zu euren Gedanken und Analysen zu diesen Entwicklungen.