#noIAA: Mobilitätswende statt Krieg und Klimakatastrophe
Die IAA steht für Profite und Zerstörung. Gemeinsam gehen wir dagegen auf die Straße. Kommt am 13. September zur #noIAA-Demo!
Vom 9. bis 14. September findet in München das Mobilitätswende-Camp statt, parallel zur Internationalen Automobilausstellung (IAA). Auf der Messe wollen deutsche Autohersteller ihre Stärke demonstrieren, doch trotz Flagschifflimousinen und Elektromodellen können sie nicht über ihren realen Zustand hinwegtäuschen. Die deutsche Autoindustrie strauchelt. Werke stehen vor der Schließung, tausende Arbeitsplätze sind bedroht und ganze Zulieferketten geraten ins Wanken. In dieser Situation setzt die Bundesregierung nicht auf eine sozial-ökologische Transformation, sondern auf die enge Verflechtung zwischen Industrie und Militär.
Während die Klimakrise immer dramatischere Ausmaße annimmt, setzen Politik und Autoindustrie weiterhin alles daran, den Verbrennungsmotor am Leben zu erhalten. Schon zur Eröffnung der IAA forderten Kanzler Friedrich Merz, und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder eine Abkehr vom geplanten Verbrennerverbot. Die Präsidentin des Verbands der Autoindustrie meint, die Bevölkerung sei nicht bereit sich vom Verbrenner abzuwenden und dass die Lockerung der Emissionsregularien sogar förderlich für das Ziel der Klimaneutralität seien.Diese Politik bedeutet, die Klimaziele bewusst zu untergraben. Anstatt den notwendigen Ausbau des öffentlichen Verkehrs, den konsequenten Umstieg auf erneuerbare Energien oder die Umstellung der Produktion in Angriff zu nehmen, sollen neue Schlupflöcher für CO₂-Ausstoß geschaffen werden. Das Ergebnis ist eine Verschleppung der Verkehrswende, während gleichzeitig immer größere und ressourcenintensivere Fahrzeuge auf den Markt gedrückt werden. Für die Konzerne zählt allein der Profit, selbst wenn die Folgen für Millionen Menschen weltweit katastrophal sind.
Das Mobilitätswende-Camp will in dieser Situation einen Raum für Diskussion schaffen. Hier treffen sich Teile der Klimabewegung und der radikalen Linken, um gemeinsam eine Strategie gegen den Angriff von Klimazerstörung und Militarisierung zu entwickeln. Im Zentrum muss die Frage stehen, wie die Kämpfe der Beschäftigten in der Industrie mit den Forderungen nach Klimagerechtigkeit verbunden werden können. Denn nur wenn die Macht der Arbeiter:innen, die täglich in den Fabriken stehen, mit der Energie der Klimabewegung zusammenkommt, kann eine Perspektive jenseits von Krieg, Krise und Klimakollaps entstehen.
Am Freitag, den 13. September, beteiligen wir uns als Waffen der Kritik an der #noIAA-Demo in München. Darüber hinaus laden wir euch zu unserem Vortrag „Die Krise der Automobilindustrie und die Aufgaben der revolutionären Linken“ im Rahmen des Mobilitätswende-Camps ein. Dort wollen wir diskutieren, wie sich die Autoindustrie unter den Bedingungen von Krise, Klimakatastrophe und Militarisierung verändert und welche Perspektiven eine sozialistische Alternative eröffnen kann.
Proteste gegen die IAA mit Waffen der Kritik und Klasse Gegen Klasse
Klassenkämpferischer Block auf der #noIAA-Demo
13. September, 14.30 Uhr Karolinenpark
Workshop: Die Krise der Automobilindustrie und die Aufgaben der revolutionären Linken
14. September, 15.30 Uhr, Mobilitätswende Camp am Luitpoldpark