Lieferando Workers Collective im Streik: Auf die Straße für die Riders!

21.10.2025, Lesezeit 3 Min.
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Foto: Beschäftigte von Lieferando am 1. Mai / Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lieferando_Worker_Protest_against_working_conditions.jpg)

Die Lieferando-Fahrer:innen sind ab Donnerstag im Streik und brauchen unsere Unterstützung. Kommt mit uns zum Streikposten!

++ English below ++

Die Chefs des Lieferservice Lieferando sind in Bedrängnis – und das ist genau richtig so. Die Beschäftigten sind im Streik und fordern vor allem eins: Nieder mit den Subunternehmer-Verträgen. Das ist eine Methode des Outsourcing, die bei Lieferdiensten wie Lieferando, Wolt und Konsorten sehr beliebt sind, um die Beschäftigten unterzubezahlen und die Freiheit als Boss zu haben, sie jederzeit kündigen zu können. Dadurch, dass die Beschäftigten nicht direkt bei Lieferando angestellt sind, haben sie kaum bis gar keinen vertraglichen Schutz gegen Kündigungen.

Es geht aber nicht nur um Kündigungen: Die vorgegebenen Lieferzeiten von Bestellungen sind quasi unmöglich einzuhalten, da Bestellungen beispielsweise spät bereitgestellt werden oder Witterungs- und Verkehrsbedingungen die Riders, wie sie im betrieblichen Sinne genannt werden, in ihrer Arbeit hindern. Zu jedem Wetter müssen sie arbeiten: Bei Regen, Sturm, Hitze und Eiseskälte.

Um zu erfahren, was die Rider noch zu bemängeln haben an ihrem Knochenjob, gehen wir als Klasse Gegen Klasse am Donnerstag, dem 23. Oktober ab 13 Uhr zum Streikposten der Beschäftigten in die Rotherstrasse 17 und unterstützen sie bei ihrem Arbeitskampf. Kommt mit uns mit!

English version:

The bosses at the delivery service Lieferando are in trouble —and rightly so. The employees are on strike and demanding one thing above all else: an end to subcontractors. This is a method of outsourcing that is very popular with delivery services such as Lieferando, Wolt, and their ilk, as it allows them to underpay their employees and gives the bosses the freedom to fire the workers at any time. Because the employees are not directly employed by Lieferando, they have little to no contractual protection against dismissal.

But it’s not just about dismissals: The specified delivery times for orders are literally impossible to meet, as orders are often delivered late or weather and traffic conditions prevent the riders, as they are called in operational terms, from doing their work. They have to work in all weather conditions: Rain, storm, heat, and freezing cold.

To find out what else the riders have to complain about in their backbreaking job, we at Klasse Gegen Klasse will be going to the employees‘ picket line at Rotherstrasse 17 on Thursday, October 23, starting at 1 pm (13:00), to support them in their labor dispute. Come with us!

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