Global Sumud Flotilla auf dem Weg nach Gaza: Unsere internationale Strömung nimmt mit einer Delegation teil

13.04.2026, Lesezeit 3 Min.
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Foto: izquierdadiario.es

Die neue Mission der Global Sumud Flotilla ist am Sonntag in Richtung Gaza gestartet – mit mehr als 1000 Aktivist:innen aus über hundert Ländern an Bord sowie der Beteiligung der Strömung Permanente Revolution (CRP-QI).

An diesem Sonntag hat die Global Sumud Flotilla ihre neue Mission begonnen, indem sie den Hafen von Barcelona verließ – für die bislang größte Operation zur Brechung der israelischen Blockade Gazas. Die Flottille wird anschließend in internationale Gewässer einfahren, sobald die Wetterbedingungen es erlauben. Zu einem späteren Zeitpunkt wird sie auf hoher See von der Flottille „Thousand Madleens“ eingeholt, die letzte Woche den Hafen von Marseille verlassen hat. Insgesamt werden mehr als hundert Boote in Richtung Gaza fahren.

Diese neue Mission ist auch durch die Beteiligung der Strömung Permanente Revolution (SPR-VI) geprägt, die eine internationale Delegation aus drei Aktivist:innen ins Leben gerufen hat, die an Bord der Flottille gegangen sind: Leandro Lanfredi, Gewerkschaftsführer aus dem Erdölsektor in Brasilien; Iara Salerno, Ärztin und Vorreiterin von Initiativen zur Gemeinschaftsgesundheit in Argentinien; sowie Mariona Tasquer, Aktivistin der katalanischen Studierendenbewegung.

Eine bedeutende Delegation des SPR war zudem an Land anwesend, um den Abfahrt der Flottille zu unterstützen – darunter Pablo Castilla, Sprecher der Global Sumud Flotilla und Mitglied der CRT, Dauno Tótoro von der chilenischen PTR sowie Anasse Kazib, Sprecher von Révolution Permanente. Letzterer prangerte dort das Yadan-Gesetz an, eine weitere Eskalation der Kriminalisierung der Solidaritätsbewegung mit Palästina.

Pablo Castilla gab seine Einschätzung zur Wichtigkeit der Flotilla: 

Während die mitschuldigen imperialistischen Regierungen die Aufmerksamkeit von Gaza ablenken, indem sie das „Friedensabkommen“ Trumps unterstützen, richten sich die Angriffe nun auf andere Gebiete wie den Iran, den Libanon, Kuba oder Venezuela. Doch der Imperialismus hat seine Krallen nicht aus Palästina gezogen, und der Völkermord des Staates Israel in Gaza geht weiter, mit Hunderten von Toten und der Besetzung weiterer Gebiete im Westjordanland durch Siedler und die Armee Netanjahus. Diese neue Mission dient dazu, die gesamte imperialistische Offensive anzuprangern und sie mit der Kraft der Mobilisierung zu beenden.

Während diese Initiative weiterhin darauf abzielt, die von Israel verhängte Blockade zu brechen und gleichzeitig die Mitschuld der europäischen Regierungen am Genozid anzuprangern, spricht sich die Global Sumud Flotilla auch gegen die europäischen Aufrüstungspläne, den imperialistischen Krieg gegen den Iran sowie Israels koloniale Offensive im Libanon aus – Aggressionen, die den palästinensischen Genozid auf regionaler Ebene verlängern.

Da der Krieg gegen den Iran in den Medien auch dazu geführt hat, den Genozid in Gaza in den Hintergrund zu drängen, muss die Global Sumud Flotilla auch die Solidaritätsbewegung mit Palästina neu beleben. In diesem Zusammenhang ist die Anwesenheit eines Raffinerie-Arbeiters an Bord der Flottille, der den Einsatz brasilianischen Erdöls für den Genozid anprangert, eine Erinnerung an die strategische Zentralität der Arbeiter:innenklasse, deren internationales Handeln die gesamte Logistik Israels unterbrechen kann. In diesem Sinne muss diese Mission den Beginn eines antiimperialistischen Aufstands markieren – in unseren Universitäten und an unseren Arbeitsplätzen, in Solidarität mit der Flottille und mit Palästina, nach dem Vorbild der Hafenarbeiter:innen von Genua und der Studierenden der Bewegung „Blochiamo Tutti“ in Italien!

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