Gegen Trumps mörderische Blockade: Flotilla nach Kuba geplant
Während Trump versucht, Kuba zu erwürgen, wird die Flottille Nuestra América in See stechen, um die brutale US-Blockade anzuprangern.
Seit letztem Monat erlebt Kuba aufgrund eines von den USA erzwungenen Ölembargos eine seiner tiefsten Krisen jemals. Erklärtes Ziel der US-Regierung ist es, die soziale und wirtschaftliche Krise in Kuba zu verschärfen. So soll das Land gezwungen werden, sich imperialistischen Interessen zu beugen, und der Weg für eine vollständige Wiederherstellung des Kapitalismus freigemacht werden.
Trump hat jedem Land, das Öl nach Kuba liefert, mit Strafzöllen gedroht. Mexiko hat die wichtigen Öllieferungen bereits vollständig eingestellt, und Brasilien hat seine Lieferungen drastisch reduziert. Vor kurzem haben die USA venezolanische Öllieferungen auf die Insel blockiert. Mit solchen Maßnahmen machen sich die Regierungen dieser Länder zu Komplizen von Trumps imperialistischer Aggression, was die Notwendigkeit einer antiimperialistischen Reaktion der Arbeiter:innenklasse und der Massen weltweit deutlich macht.
Inmitten dieser Krise haben mehrere Organisationen die Flotilla „Nuestra América“ (Unser Amerika) angekündigt, die mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderen lebenswichtigen Gütern nach Kuba segeln soll. Die Flotte soll nächsten Monat von Häfen in der Karibik und im Golf von Mexiko aus in See stechen, mit dem Ziel, im März Kuba zu erreichen. Eine lebendige Herausforderung der US-Blockade und ein konkreter Akt der Solidarität mit dem kubanischen Volk.
Die Flotte ist inspiriert von den Global Sumud-Hilfsflotten nach Gaza, die sich zum Ziel gesetzt haben, die illegale Blockade Israels mit zivilen Schiffen zu durchbrechen, die Lebensmittel und Medikamente transportieren, und damit den Einsatz von Belagerungskriegen als Mittel der imperialistischen Unterwerfung direkt in Frage zu stellen. Eine der wirkungsvollsten Aktionen, die aus der Flottenbewegung hervorgingen, waren die von Hafenarbeiter:innen in Italien organisierten Streiks gegen die Unterdrückung der Flotte und den Völkermord in Gaza.
Diese Intervention der Arbeiter:innenklasse in Zusammenarbeit mit Jugendlichen und breiteren Schichten zeigte, dass Arbeiter:innen, wenn sie „alles blockieren“, den Imperialismus für seine Kriege und Blockaden einen hohen Preis zahlen lassen können.
Mehr denn je müssen sich internationalistische Jugendliche und Arbeiter:innen weltweit organisieren und gegen Trumps umfassende imperialistische Offensive mobilisieren, zu der auch die wiederbelebte „Monroe-Doktrin“ gehört, die zu einer militärischen Intervention in Venezuela sowie zu Drohungen mit einer Invasion Grönlands geführt hat. Gleichzeitig eskaliert Trump auch im Westasien mit der Entsendung weiterer Streitkräfte, die den Iran umzingeln, um das Land zur Unterwerfung zu zwingen. Selbst im eigenen Land hat Trump seine Angriffe gegen Migrant:innen in Städten wie Minneapolis verschärft und arbeitet daran, jegliche Opposition gegen seine Politik zu unterdrücken.
Die bedingungslose Unterstützung des Kampfes gegen Trumps Belagerung Kubas erfordert keine politische Unterstützung für das bürokratische kubanische Regime – und darf dies auch nicht. Wir können fest an der Seite des kubanischen Volkes gegen imperialistische Aggression stehen und gleichzeitig die demokratischen Rechte der kubanischen Massen verteidigen. Das bedeutet, dass wir uns gegen eine Politik wenden, die darauf abzielt, den Kapitalismus wiederherzustellen, und uns gleichzeitig für die größtmögliche Organisationsfreiheit derjenigen einsetzen, die die sozialen Errungenschaften der Revolution verteidigen und vertiefen wollen.
Gegen Trumps Unterdrückung und seine kriminellen Versuche, die Vorherrschaft der USA, insbesondere in Lateinamerika, wiederherzustellen, müssen wir eine Kampagne in Solidarität mit der Flottilla und für Mobilisierungen zur Unterstützung Kubas organisieren.
Die Arbeiter:innenbewegung kann eine Schlüsselrolle spielen, wenn sie sich über Ländergrenzen hinweg zusammenschließt.
Nieder mit Trumps Blockade und imperialistischer Aggression gegen Kuba! Alle solidarisch mit den Völkern Kubas, Venezuelas und allen unterdrückten Nationen, die gegen den Imperialismus kämpfen!
Dieser Artikel erschien zunächst am 14. Februar in unserer US-amerikanischen Schwesterzeitung Left Voice.