Flutkatastrophe in Texas: Trumps tödliche Kürzungen

12.07.2025, Lesezeit 2 Min.
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Foto: World Central Kitchen, CC BY 4.0, via Flickr

Wegen Trumps Stellenkürzungen waren wichtige Außenstellen des nationalen Wetterdienstes unbesetzt. Nun gibt es über einhundert Tote.

Letzte Woche ereignete sich in Texas eine der tödlichsten Flutkatastrophen in der Geschichte der USA . Mindestens 120 Menschen starben, weitere werden vermisst. Weite Teile von Texas wurden verwüstet.

Es handelt sich dabei nicht nur um eine Tragödie: Unwetterwarnungen kamen zu spät und eine Evakuierung der betroffenen Gebiete fehlte komplett. Zurückzuführen ist dies auf die von Trumps ehemaligem Regierungsberater Elon Musk angeordneten Kürzungen. Durch die verordneten Entlassungen waren mehrere für die Region zuständige Außenstellen des nationalen Wetterdienstes zum Zeitpunkt der Katastrophe unbesetzt.

Dieses Phänomen beschränkt sich nicht auf die USA. Auch die deutsche Bundesregierung nimmt zugunsten der Aufrüstung der Bundeswehr umfangreiche Kürzungen im Haushalt vor. Schon bei der Flutkatastrophe im Ahrtal gab es schwere Versäumnisse, die perspektivisch nur umso gravierender ausfallen werden. 

Die Aufrüstung findet auch nicht nur zuungunsten des Katastrophenschutzes statt, sondern ist selbst massiver Treiber des Klimawandels. Trump und Merz sind sich einig, dass ihnen ein starkes Militär und eine brummende Wirtschaft wichtiger sind als die Einschränkung von Emissionen und die Rettung des Planeten.

Egal ob USA oder Deutschland: Es braucht massive Investitionen in den Katastrophenschutz, um Menschenleben zu retten, statt in die Aufrüstung. Die Flutkatastrophe in Texas muss von einem unabhängigen Komitee aus Betroffenen und Gewerkschafter:innen aufgeklärt werden. Damit es in Zukunft nicht zu noch schlimmeren Katastrophen kommt, müssen Klimakiller wie der Energieriese RWE oder der Stahlkonzern ArcelorMittal enteignet und unter demokratischer Kontrolle der Beschäftigten auf ökologische Produktion umgestellt werden.

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