Die Jugend hat kein Vaterland

10.09.2026, Lesezeit 4 Min.
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Foto: Ari Alto, aktiv in der Linksjugend ['solid], auf der Schulstreikdemonstration am 5. März in Berlin / Clara Dietze

Während unsere Regierungen uns weismachen wollen, dass die Feinde hinter den Landesgrenzen stehen, organisieren wir uns über diese Grenzen hinweg als Jugend der Strömung Permanente Revolution für eine lebenswerte Zukunft. 

Dieser Artikel ist Teil der neuen Zeitung Wie können die Schulstreiks gewinnen? der kommunistischen Jugendgruppe Waffen der Kritik. Ihr könnt die Zeitung bei uns vor Ort in München, Berlin, Leipzig, Bremen, Dortmund, Münster, Ingolstadt und Flensburg bekommen, schreibt uns dafür einfach eine Mail oder Nachricht auf Instagram.

Die europäischen Staaten liefern sich ein Wettrüsten und die extreme Rechte wird immer stärker. In Deutschland soll die Jugend künftig gezwungen werden, Waffen für einen Staat in die Hand zu nehmen, der an unserer Lebensgrundlage spart, um Kriege in anderen Ländern zu führen. Universitäten sollen zur militärischen Forschung gezwungen werden, wenn sie diese nicht schon betreiben und die Schulen sind nicht mehr nur Räume des Lernens, sondern auch der Rekrutierung. 

In Frankreich wird bereits dafür geworben, sich darauf vorzubereiten, die eigenen Kinder für das Vaterland zu opfern. Auch der spanische Staat treibt ein Aufrüstungsprogramm historischen Ausmaßes voran. Diese Entwicklungen gehen mit einer Militarisierung der Grenzen einher, wie die brutale Unterdrückung von Migrant:innen in Ceuta zeigt. Aus Solidarität mit diesen Menschen kämpft Contra Corriente, unsere Jugendorganisation im spanischen Staat, gegen die Hassreden der extremen Rechten und der Regierung und setzt sich für offene Grenzen ein. 

Die Aufrüstung nach außen wird begleitet von einer Aufrüstung nach innen, wie wir im Zuge der Repression gegen die Solidarität mit Palästina tagtäglich erleben. Die Solidaritätsbewegung für Palästina hat aber auch gezeigt: Die Jugend tritt als Subjekt des Kampfes gegen den Imperialismus auf die Bühne, vereinigt über den gesamten Planeten. In Italien gelang es der Jugend, eine Brücke zu den Arbeiter:innen zu schlagen. Zusammen organisierten sie einen Generalstreik in Solidarität mit Palästina und der Global Sumud Flotilla, an der auch Genoss:innen unserer Strömung teilnahmen. 

Die Schulstreikbewegung gegen die Wehrpflicht, die sich derzeit noch auf Deutschland beschränkt, muss sich auf andere europäische Staaten ausweiten und den Kampf gegen die Regierungen aufnehmen. Denn unsere Feinde sind nicht die Arbeiter:innen und die Jugend anderer Länder, sondern die Regierungen, die uns diese Kriege aufzwingen. EU und NATO haben in der Ukraine ebenso wenig zu suchen wie Putin. Die Schulden der Ukraine müssen gestrichen und Privatisierungen gestoppt werden. Für eine internationale Antikriegsbewegung und Blockaden von Waffenlieferungen auf beiden Seiten der Front.

Als Jugend der Strömung Permanente Revolution treten wir diesen Regierungen mit einem geeinten Programm entgegen und setzen uns für eine länderübergreifende Koordinierung ein. In Deutschland treten wir bei den Schulstreiks und bei den am Tag darauf stattfindenden Sozialprotesten der Gewerkschaften mit einer antiimperialistischen Position auf: Für die Zusammenführung der Bewegungen gegen die Militarisierung, für offene Grenzen, Masseninvestitionen in Bildung und Gesundheit und gegen eine AfD-Regierung. Nieder mit der Macht der Banken und Konzerne!

In Frankreich organisieren wir uns mit Le Poing Levé an den Schulen und Unis – gegen die Kürzungspolitik der Regierung, den aufstrebenden Rassismus und die extreme Rechte, die auch an den Unis versucht, Fuß zu fassen. Im spanischen Staat gehen wir mit Contra Corriente jeden Tag auf die Streikversammlungen der Arbeiter:innen von Airbus. Denn wir denken, dass die Arbeiter:innen selbst entscheiden sollen, was sie für die Gesellschaft produzieren, genauso wie wir an den Universitäten die Kontrolle darüber haben sollten, wofür unsere Forschung eingesetzt werden soll. 

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, bereiten wir uns derzeit international an den Schulen und Universitäten auf den Jugendstreik am 20. November vor. Organisiere dich mit Waffen der Kritik und der Jugend der Strömung Permanente Revolution und komm mit uns am 20.11. auf die Straße, um eine internationalistische und antiimperialistische Jugendbewegung aufzubauen, die sich mit der Arbeiter:innenbewegung vereint und die Regierungen in die Knie zwingt! 

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