22 Schiffe der Global Sumud Flotilla von der IDF angegriffen
Israel greift die Global Sumud Flotilla auf internationalen Gewässern an und die EU lässt sie passieren. Wir brauchen Streiks an allen Häfen und in allen Waffenfabriken gegen den Genozid in Gaza und die US-Kriege weltweit.
Die Flotilla wurde in internationalen Gewässern vor der griechischen Küste von der IDF abgefangen. 22 Schiffe wurden dabei entführt, wo auch 2 von 3 unserer eigenen Genoss:innen, Leandro Lanfredi (MRT, Brasilien) und Mariona Tasquer (CRT, Katalonien) mit an Bord waren und von denen wir nun nicht einmal wissen, wo sie sind und was ihnen angetan wird.
Die Flotilla wurde nicht in der Nähe der Küste Gazas, sondern in der Nähe Griechenlands abgefangen. Israel kann das nur machen, weil es ihnen durch die EU gewährt wird. Die EU, die Geflüchtete aus Gaza, Syrien, Afghanistan, Libyen, etc. im Mittelmeer ertrinken lässt und versenkt, stellt sich damit auch aktiv gegen jeden Protest gegen Israels Kriegspolitik in der Region.
Dieser Angriff muss auch im Kontext des Irankriegs verstanden werden. Die USA blockiert weiterhin die Straße von Hormus und greift den Iran an. Israel nutzt die Gelegenheit aus, um Südlibanon dem Erdboden gleichzumachen und eine neue Bodenoffensive in Gaza und im Westjordanland vorzubereiten, um endgültig das Land unter absolute israelische Besatzung und Kontrolle zu setzen.
Gleichzeitig unterstützt Deutschland sowohl die USA als auch Israel. Die Militärbasen der USA in Europa – unter anderem. Ramstein in Deutschland – dürfen für den Krieg gegen den Iran genutzt werden. Deutschland will die Bundeswehr im Rahmen eines NATO-Einsatzes in der Nähe des Irans stationieren, um angeblich „für den Schutz von Schiffen auf der Straße von Hormus zu sorgen“.
Auch werden weiterhin Waffen an Israel geliefert und Aktivist:innen, die sich dem widersetzen, wie die Global Sumud Flotilla oder auch die Ulm5 in Deutschland, werden wie Terrorist:innen vor Gericht behandelt und dürfen im Gerichtssaal nicht mal mit ihren Anwält:innen reden.
Wir fordern die sofortige Freilassung aller Mitglieder der Flotilla und ihre unversehrte Rückkehr nach Hause. Wir fordern aber auch, dass Deutschland aufhört, den Krieg gegen den Iran, gegen Libanon und den Genozid in Gaza zu unterstützen. Alle Waffenlieferungen an Israel müssen gestoppt werden. Alle US-Militärbasen müssen geschlossen und in zivile Nutzung überführt werden. Die Arbeiter:innen in diesen Basen, an den Flug- und Seehäfen, in Rüstungsfabriken – überall, wo für den Krieg produziert und verschifft wird, müssen sich zusammentun und ihren Werken und Häfen den Kampf ansagen. Alles muss blockiert und bestreikt werden. Auf die Politik ist kein Verlass – auf die Leute, die direkt vor Ort arbeiten und jeden Tag dort sind, schon!
Kommt mit uns zum 1. Mai und unterstützt die Arbeiter:innen auf der DGB-Demo. Kommt auch mit uns mit am 8. Mai zu den Schulstreiks, wo Schüler:innen sich gegen die Wehrpflicht stellen.