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Zanon: Die Fabrik ohne Chefs

Ein beispiel­hafter Kampf: Arbei­t­erIn­nenkon­trolle als Antwort auf die Krise | Ver­anstal­tung mit Raúl Godoy am 25. Mai um 18 Uhr im IG-Met­all-Haus in Berlin

Zanon: Die Fabrik ohne Chefs

// Ein beispiel­hafter Kampf: Arbei­t­erIn­nenkon­trolle als Antwort auf die Krise // Ver­anstal­tung mit Raúl Godoy am 25. Mai um 18 Uhr im IG-Met­all-Haus in Berlin //

Die Arbei­t­erIn­nen der argen­tinis­chen Keramik­fab­rik Zanon wur­den inmit­ten der Wirtschaft­skrise von 2001 von der Schließung ihrer Fab­rik bedro­ht. Gegen die Angriffe von Seit­en des Staates und der Kap­i­tal­istIn­nen beset­zten sie die Fab­rik und führen seit inzwis­chen über 10 Jahren die Pro­duk­tion unter Arbei­t­erIn­nenkon­trolle weit­er. Sei­ther wer­den alle Entschei­dun­gen in Ver­samm­lun­gen der gesamten Belegschaft beschlossen. 2009 wurde die Fab­rik endgültig unter Arbei­t­erIn­nenkon­trolle ver­staatlicht. Von Beginn an haben die Kol­legIn­nen ihren Kampf nicht isoliert betra­chtet, son­dern Zanon zu einem Motor des Klassenkampfes gemacht. Denn „wenn wir eine Fab­rik betreiben kön­nen, kön­nen wir auch ein Land betreiben“.

Raúl Godoy war ein­er der führen­den Köpfe dieses Kampfes und Gen­er­alsekretär der Gew­erkschaft der Keramikar­bei­t­erIn­nen und ‑angestell­ten von Neuquén (SOECN). Heute teilt er den Par­la­mentssitz, den die Front der Linken und Arbei­t­erIn­nen (FIT) im Abge­ord­neten­haus der Prov­inz Neuquén gewon­nen hat. Am 25. Mai kommt er nach Berlin.

Die Reise von Raúl Godoy find­et in ein­er Zeit statt, in der die Angriffe der herrschen­den Klasse ver­schieden­er europäis­ch­er Län­der auf die lohn­ab­hängige Bevölkerung immer schär­fer wer­den. Aus dem Wider­stand gegen diese Angriffe sind inzwis­chen ver­schiedene Erfahrun­gen von Selb­stver­wal­tung und Pro­duk­tion unter Arbei­t­erIn­nenkon­trolle erwach­sen. Die Tat­sache, dass sich ähn­liche Erfahrun­gen wie die von Zanon in den am meis­ten von der Krise betrof­fe­nen Län­dern Europas zu entwick­eln begin­nen, zeigt, dass diese Erfahrung aufgear­beit­et und ver­bre­it­et wer­den muss.

Aus diesem Grund befind­et sich Raúl Godoy auf ein­er zwei­wöchi­gen Reise durch Europa, wo er Paris, Barcelona, Athen, Thes­sa­loni­ki und Berlin besuchen wird, um sich mit kämpferischen Sek­toren der Arbei­t­erIn­nen­klasse und der Jugend auszu­tauschen. Beson­ders her­vorzuheben sind dabei die ver­schiede­nen Erfahrun­gen der Selb­stver­wal­tung von Fab­riken, die von Schließun­gen oder Ent­las­sun­gen bedro­ht waren, wie zum Beispiel die Met­all­fab­rik Vio.me in Thes­sa­loni­ki. Auch in Deutsch­land kön­nen und müssen wir davon ler­nen.

Veranstaltung mit Raúl Godoy
Samstag, 25. Mai, 18 Uhr

IG-Met­all-Haus, Alte Jakob­straße 149
U‑Bhf Hallesches Tor, Berlin

Mehr Infos zur Euro­pareise von Raúl Godoy und den einzel­nen Sta­tio­nen sein­er Reise auf raulgodoyzanoneuropa.wordpress.com

Ver­anstal­terIn­nen: Gruppe Arbeit­er­ma­cht; Inter­bri­gadas; Jugen­dor­gan­i­sa­tion REVOLUTION; Marx­is­tis­che Ini­tia­tive; Red Brain; Rev­o­lu­tionäre Inter­na­tion­al­is­tis­che Organ­i­sa­tion; Sozial­is­tis­che Arbeit­er­stimme; Sozial­is­tis­che Ini­tia­tive Berlin; Waf­fen der Kri­tik.

Unter­stützerIn­nen: AK Inter­na­tion­al­is­mus in der IG Met­all Berlin; Forum Betrieb, Gew­erkschaften und soziale Bewe­gun­gen.

Ver­anstal­tung auf Face­book

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