Frauen und LGBTI*

8. März: Für die Verbindung der Kämpfe! Gegen Outsourcing und Befristung!

Für die Verbindung feministischer Kämpfe! Auf die Straße am 8. März, dem Internationalen Kampftag der Frauen*! Aufruf zum Block gegen Outsourcing und Befristung auf der Frauen*kampftags-Demonstration am 8.März. Mit Beteiligung von Kolleg*innen und Gruppen aus folgenden Bereichen: Charité Facility Management (CFM), Kolleg*innen aus Vivantes Service GmbH (VSG), Schule in Not, Ver.di Kampagne "Für die gute Sache! Aber zu welchem Preis?", Fu:fair&unbefristet, Solidaritätskomitee mit Reiniger*innen an der ASH, Kolleg*innen aus BVG, Wombat’s Hostel, KlasseGegenKlasse, Brot und Rosen, ver.di aktiv, Organize:strike, BAGA, Hände weg von Wedding, Kritische Medizin Berlin und weiteren.

8. März: Für die Verbindung der Kämpfe! Gegen Outsourcing und Befristung!

Ein Einkom­men, das kaum zum Leben reicht und ger­adewegs in die Alter­sar­mut führt? Für viele Arbeiter*innen in Berlin und weltweit ist das eine trau­rige Real­ität.

Am 8. März, dem inter­na­tionalen Frauen*kampftag, wollen wir dage­gen auf die Straße gehen. Denn der Wider­stand gegen diese Ver­hält­nisse – die zudem beson­ders Frauen betr­e­f­fen – ist auch ein The­ma für die inter­na­tionale Frauen­be­we­gung, die in den ver­gan­genen Jahren groß gewor­den ist. Und ger­ade der inter­na­tionale Blick zeigt uns, dass Men­schen gegen schlechte Arbeits- und Lebens­be­din­gun­gen, gegen Sex­is­mus und gegen Ras­sis­mus auf die Straße gehen — ob in Chile, in Frankre­ich oder im Iran, wo die Frauen* in den ersten Rei­hen ste­hen.

Der Berlin­er Sen­at erk­lärte let­ztes Jahr den inter­na­tionalen Frauen*kampftag am 8. März zu einem Feiertag, aber lässt weit­er­hin Tausende von Arbeiter*innen in öffentlichen Ein­rich­tun­gen, wie Schulen, Kranken­häusern und Hochschulen unter mis­er­ablen Bedin­gun­gen für Hunger­löhne arbeit­en.

Dies wird durch die Aus­lagerung (Out­sourc­ing) bes­timmter Arbeits­bere­iche, wie z.B. der Reini­gung, in kün­stlich getren­nte Tochter­fir­men ermöglicht. So wer­den Kolleg*innen voneinan­der ges­pal­ten. Die Aus­ge­lagerten haben keinen Anspruch mehr auf gle­iche Bezahlung. Die ständi­ge Befris­tung der Arbeitsverträge hebelt den Kündi­gungss­chutz aus und die stetige Angst vor Kündi­gun­gen erschw­ert es, sich gegen schlechte Löhne zu wehren.

Dabei ist es kein Zufall, welche Bere­iche beson­ders oft out­ge­sourct wer­den: Ger­ade dort, wo viele weib­liche und migrantis­che Kolleg*innen arbeit­en, wie z.B. in der Reini­gung, wird häu­fig aus­ge­lagert und ges­part. Neben einem über 20-prozenti­gen Lohnge­fälle zwis­chen Män­nern und Frauen*, wer­den unsere migrantis­chen Kolleg*innen struk­turell aus­ge­gren­zt oder sog­ar abgeschoben.

Die Regierung ist verantwortlich

In Berlin ist der Rot-Rot-Grüne (RRG) Sen­at mit über 140 Tochterun­ternehmen für Aus­lagerun­gen und Befris­tun­gen ver­ant­wortlich und den­noch ändert sich nichts an den prekären Arbeits­be­din­gun­gen.

Doch nicht nur der Sen­at, son­dern auch die Bun­desregierung treibt mit ihrer Kürzungspoli­tik und Hartz IV Mil­lio­nen Men­schen in die Armut. Anstatt Geld in die Gesund­heit, Bil­dung und den öffentlichen Verkehr zu investieren, steckt sie Mil­liar­den in die Rüs­tungsin­dus­trie und in Steuer­erle­ichterun­gen für Banken und Konz­erne. Die Europäis­che Union ist auch mit ihrer aus­gren­zen­den Wirtschafts- und Migra­tionspoli­tik in den let­zten 30 Jahre dafür ver­ant­wortlich, dass migrantis­che Kolleg*innen ger­ade in diesen aus­ge­lagerten Bere­iche, wie z.B. in der Reini­gung arbeit­en. Wir posi­tion­ieren uns klar gegen die Poli­tik der herrschen­den Parteien, die sich für Investor*innen ein­set­zt und so die Spal­tung ver­tieft – zum Lei­d­we­sen von Arbeiter*innen.

Die weltweite rechte Het­ze wie von AFD, Trump, VOX, Orban… treibt mit ihrer per­ma­nen­tenn ras­sis­tis­chen Hal­tung diese Spal­tung auf die Spitze. Die AFD fordert eine noch härtere Aus­gren­zung unser­er migrantis­chen Kolleg*innen und zudem noch die Pri­vatisierung der Kranken­häuser, der Kitas und der öffentlichen Vor­sorge. Sie ist keine Alter­na­tive für uns!

Wohin diese ras­sis­tis­che Spal­tung führen kann, bewies erst vor kurzem erneut der schreck­liche faschis­tis­che Ter­ro­ran­schlag in Hanau. Wir sind trau­rig und wütend, aber wir sind nicht gelähmt: Wir gehen am 8. März auch gegen den recht­en Ter­ror und alle Ver­ant­wortlichen von Medi­en bis Poli­tik auf die Straße.

Wir lassen uns wed­er durch Sex­is­mus noch durch Ras­sis­mus spal­ten! Deshalb müssen wir gemein­sam – miteinan­der und füreinan­der – gegen prekäre Arbeits­be­din­gun­gen, Ras­sis­mus und Sex­is­mus kämpfen!

Aktuelle Arbeitskämpfe

In Berlin regt sich bere­its Wider­stand gegen diese Ver­hält­nisse.

Am Botanis­chen Garten (FU Berlin) und im Ther­a­peutis­chen Dienst der Char­ité (CPPZ) wur­den durch Streiks von Kolleg*innen in ver.di die Eingliederung bere­its erkämpft.

Die Kolleg*innen des Char­ité Facil­i­ty Man­age­ments (CFM) kämpfen seit über 14 Jahren für die Eingliederung in die Char­ité und streik­ten im Feb­ru­ar 2020 bere­its an drei Tagen. An der Alice Salomon Hochschule (ASH), die sich beson­ders fem­i­nis­tisch darstellt, wur­den Reinigerin­nen ent­lassen, weil sie sich gemein­sam mit Studieren­den gegen schlechte Arbeits­be­din­gun­gen gewehrt haben.

Es gibt weit­ere Kämpfe bei der Vivantes-Tochter Vivantes Ser­vice GmbH (VSG) für die Wiedere­ingliederung, in Berlin­er Schulen mit der Ini­tia­tive „Schule in Not“ für das Insourc­ing der Reini­gung, an Hochschulen durch „fu:fair & unbe­fris­tet“ gegen Befris­tun­gen oder in der Berlin­er S‑Bahn gegen die Pri­vatisierung.

Für einen politischen Streik

Wir wollen uns gegen­seit­ig unter­stützen und unsere Kämpfe in einem gemein­samen Block gegen Out­sourc­ing und Befris­tung auf der Frauen*kampftags-Demonstration am 8. März zusam­men­führen. Und das soll nur der Anfang sein: Vere­int kön­nen wir Aus­lagerun­gen und Befris­tun­gen, aber auch die Spal­tung durch Sex­is­mus und Ras­sis­mus über­winden.

Dazu organ­isieren wir uns in unseren Betrieben, Schulen und Hochschulen und an der Basis der Gew­erkschaften, um die Grund­lage zu schaf­fen für einen poli­tis­chen Streik zum Ver­bot von Out­sourc­ing und Befris­tung und für eine gew­erkschaftliche Mobil­isierung gegen alle For­men von Spal­tung, Diskri­m­inierung und Ungle­ich­heit.

Wir rufen auf:

  • Für ein Ver­bot von Out­sourc­ing und Befris­tung! In Berlin, Deutsch­land, Europa und Weltweit!
  • Gegen die Spal­tung von Belegschaften durch Ras­sis­mus und Sex­is­mus!
  • Für die (Wieder-)Eingliederung aller Tochterun­ternehmen und die Ent­fris­tung der Verträge!
  • Gle­ich­er Lohn für gle­ich­w­er­tige Arbeit! TVöD/TVL für Alle!
  • Für gew­erkschaftliche Mobil­isierun­gen gegen alle For­men der Diskri­m­inierung und Ungle­ich­heit!

Am Block wer­den sich Kolleg*innen und Grup­pen aus fol­gen­den Bere­ichen beteili­gen:

Char­ité Facil­i­ty Man­age­ment (CFM)
Kolleg*innen aus Vivantes Ser­vice GmbH (VSG)
Schule in Not
Ver.di Kam­pagne “Für die gute Sache! Aber zu welchem Preis?”
Fu:fair&unbefristet
Sol­i­dar­ität­skomi­tee mit Reiniger*innen an der ASH
Kolleg*innen aus BVG
Wombat’s Hos­tel
KlasseGe­gen­Klasse
Brot und Rosen
ver.di aktiv
Organize:strike
BAGA
Hände weg von Wed­ding
Kri­tis­che Medi­zin Berlin

—————————————————————-
Block “Gegen Out­sourc­ing und Befris­tung” am 8. März
📣 Wann? Son­ntag, 8. März, 14 bis 18 Uhr
📣 Wo? Leopold­platz, Berlin-Wed­ding
📣 Mehr Infos auf Face­book
—————————————————————-

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.